{"id":13114,"date":"2021-03-15T02:50:00","date_gmt":"2021-03-15T01:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/?p=13114"},"modified":"2023-08-06T21:41:33","modified_gmt":"2023-08-06T19:41:33","slug":"corona-klassenzimmer-ein-blick-auf-das-bildungsplattform-chaos-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/03\/15\/corona-klassenzimmer-ein-blick-auf-das-bildungsplattform-chaos-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Corona-Klassenzimmer: Ein Blick auf das Bildungsplattform-Chaos in Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/title-image.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-attachment-id=\"13117\" data-permalink=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/03\/15\/corona-klassenzimmer-ein-blick-auf-das-bildungsplattform-chaos-in-deutschland\/title-image\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/title-image.jpg\" data-orig-size=\"1920,1280\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"title-image\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/title-image-1024x683.jpg\" src=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/title-image-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13117\" srcset=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/title-image-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/title-image-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/title-image-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/title-image-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/title-image.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei der Landtagswahl in Baden-W\u00fcrttemberg sind Corona und Bildung Topthemen. Kein Wunder, denn die Schulen und Hochschulen mussten letztes Jahr in ganz Deutschland \u2013 wie vielerorts weltweit \u2013 kurzfristig auf Online-Lehre umstellen. Dadurch verzeichnete hierzulande eine Vielzahl an Software-Tools f\u00fcr das sogenannte Distance Learning einen extremen Nutzungszuwachs. Jedoch vergeht kaum eine Schulwoche ohne Meldungen \u00fcber Ausf\u00e4lle und weitere Probleme beim Online-Unterricht. Da liegt es nahe, sich das wirre Feld der Bildungsplattformen in Deutschland mal genauer anzuschauen. Welche Tools setzen Schulen hierzulande ein? Wer betreibt die Systeme? Wo liegen die gr\u00f6\u00dften Probleme und wie k\u00f6nnten uns Zahlen bei Skalierungs\u00fcberlegungen helfen?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Breites Feld von Bildungsplattformen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Da dieser Blog von der Hochschule der Medien betrieben wird, fangen wir bei den Hochschulen an. Im Wintersemester 2020\/21 waren knapp 3 Millionen Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben [1]. Zur Nutzung von Software f\u00fcr Online-Lehre l\u00e4sst sich hier zusammengefasst sagen: Hier findet sich fast alles, was der Markt zu bieten hat. Die Universit\u00e4ten und Hochschulen kochen meist ihre eigene Suppe und selbst innerhalb einer Institution ist die Software-Landschaft oft gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Beispiel die drei gr\u00f6\u00dften staatlichen Hochschulen im Land: Adobe Connect nutzt die Fernuni Hagen neben dem Dienst \u201eDFNconf\u201c vom Deutschen Forschungsnetz [2], den nutzt auch die Universit\u00e4t zu K\u00f6ln, aber auch Zoom [3,4], das neben anderen Systemen auch an der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen zum Einsatz kommt [5]. Eine Liste der Landesstudierendenvertretung Baden-W\u00fcrttemberg listet daneben unter anderem noch Cisco Webex, BigBlueButton, GoToMeeting und Teams als Videokonferenz-Tools auf, f\u00fcr die Bereitstellung von Lehrmaterialien etwa Moodle oder ILIAS \u2013 oft sind es innerhalb einer Hochschule mehrere \u00e4hnliche Tools [6]. An der HdM zum Beispiel sind mir mindestens Moodle, ILIAS, eigener Fileserver im Stundenplansystem, Zoom, BigBlueButton und alfaview untergekommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unterschiede weisen die Systeme nicht nur in ihren Funktionalit\u00e4ten auf \u2013 vermutlich der Grund, warum Lehrende so unterschiedliche Pr\u00e4ferenzen durchsetzen \u2013, sondern auch in ihrer Systemarchitektur. Zoom-Verfechter merken meist an, dass Zoom das mit Abstand stabilste System sei, w\u00e4hrend Kritiker aufgrund mangelnden Datenschutzes auf eigens gehostete Open-Source-Tools wie BigBlueButton verweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Freiheit der Lehre zeigt sich neben der f\u00f6deralistischen Struktur und der Zust\u00e4ndigkeit verschiedener Ministerien auch bei den Schulen. Im Schuljahr 2020\/21 gehen in Deutschland knapp 11 Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf eine allgemeinbildende oder berufliche Schule, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen (ca. 2,5 Mio.), Bayern (ca. 1,6 Mio.) und Baden-W\u00fcrttemberg (ca. 1,5 Mio.) [7]. \u00dcber welche Tools der Online-Unterricht erfolgt, k\u00f6nnen Schulen meist selbst entscheiden, viele Bundesl\u00e4nder stellen aber Plattformen bereit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So existieren die Systeme HPI-Schulcloud (ein 2017 gestartetes Pilotprojekt des Hasso-Plattner-Instituts, das aufgrund der Pandemie f\u00fcr alle Schulen ge\u00f6ffnet wurde), Mebis in Bayern, Lernraum Berlin, lern:line und LOGINEO in Nordrhein-Westfalen, Moodle-Instanzen in Baden-W\u00fcrttemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Hessen, NiBis in Niedersachsen, Lernsax in Sachsen, weBBcloud in Brandenburg, digital.learning.lab in Hamburg und vermutlich noch mehr [8,9,10]. Neben den Tech-Giganten wie Google, Microsoft und Zoom sind Anbieter wie itslearning ebenfalls kommerziell. Ein gro\u00dfer Teil der anderen L\u00f6sungen basiert auf der Open-Source-Plattform Moodle, darunter zum Beispiel Mebis, Lernraum Berlin, LOGINEO und die HPI-Schulcloud [8,10]. Nicht alle Lernplattformen bieten auch die M\u00f6glichkeit, Videokonferenzen abzuhalten, die meisten Open-Source-L\u00f6sungen, die dies erm\u00f6glichen, nutzen die Open-Source-L\u00f6sungen BigBlueButton oder Jitsi. Schauen wir uns also einige dieser Systeme in ausgew\u00e4hlten Bundesl\u00e4ndern mal genauer an, um wiederkehrende Probleme zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Herausforderung Datenschutz<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Dein Einsatz von popul\u00e4ren kommerziellen Produkten wie Zoom und Teams war vor allem zu Beginn der Pandemie eine schnelle und naheliegende L\u00f6sung. Schulen und Bundesl\u00e4nder \u00fcberlassen Probleme wie Skalierung und DDoS-Absicherung gro\u00dfen Konzernen, die das bekanntlich auch ziemlich gut k\u00f6nnen. Probleme entstehen hier beim Datenschutz. In Berlin wurde zum Beispiel eine Grundschule verwarnt, die Teams im Unterricht einsetzte, ohne hierf\u00fcr eine schriftliche Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung von den Eltern einzuholen. Es folgten eine Verwarnung der Berliner Beauftragten f\u00fcr Datenschutz und Informationsfreiheit und die R\u00fcckkehr zu Aufgaben in Papierform [11].<\/p>\n\n\n\n<p>Auch an anderen Orten in Deutschland bilden sich zum Beispiel in den Elternschaften aufgrund von Datenschutzbedenken Widerst\u00e4nde gegen kommerzielle Software an Schulen. Datenschutzkonforme und gleichzeitig stabile L\u00f6sungen f\u00fcr Videokonferenzen und Schulkommunikation sind m\u00f6glich, allerdings nicht von heute auf morgen. So entsteht die Gefahr, durch vers\u00e4umte Digitalisierung in der Vergangenheit in ein Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis zu Konzernen zu geraten, anstatt das Geld jetzt in die Entwicklung funktionierender und datenschutzkonformer L\u00f6sungen zu stecken [12].<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Systemausf\u00e4lle keine Seltenheit<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die bereits bestehenden oder rasch aufgebauten datenschutzfreundlichen Eigenl\u00f6sungen der Bundesl\u00e4nder erzeugten aber ebenfalls negative Schlagzeilen. Sowohl zu Beginn der Schulschlie\u00dfungen als auch nach den Weihnachtsferien wurde \u00fcber zahlreiche Ausf\u00e4lle der Schulplattformen im ganzen Land berichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kultusministerium in Bayern betreibt seit 2014 die Lernplattform Mebis basierend auf der Open-Source-Software Moodle. Im ersten Lockdown war das Bundesland dadurch besser aufgestellt als die meisten anderen, trotzdem gab es Probleme. Zu Beginn der Umstellung auf Online-Lehre hatte die Plattform mit Ausf\u00e4llen zu k\u00e4mpfen. Laut Mebis war der Grund daf\u00fcr eine DDoS-Attacke, manche Medien vermuten als Grund lediglich die gro\u00dfe Anzahl an gleichzeitigen Zugriffen von Sch\u00fcler:innen und Lehrer:innen [13]. Der Chaos Computer Club M\u00fcnchen kritisierte die zentrale Systemarchitektur, wobei das ganze Bundesland auf ein Servercluster in einem Rechenzentrum zugreift. Dadurch wird bei Problemen wie einem DDoS-Angriff der gesamte Schulbetrieb lahmgelegt [13].&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mebis erkl\u00e4rt auf seiner Website, dass sich die Zahl der zeitgleichen Nutzerinnen und Nutzer aufgrund der Schulschlie\u00dfungen vervierzigfacht habe. Die Server seien im M\u00e4rz 2020 von 6 auf 28 leistungsf\u00e4higere erh\u00f6ht worden, die CPUs verfielfacht auf 256. Daneben seien Teilsysteme auf unterschiedliche Server verteilt und Prozessoptimierungen durchgef\u00fchrt worden, die leider nicht weiter erl\u00e4utert werden, sodass das System nun wieder stabil laufe [14]. Dabei bietet Mebis nicht mal eine integrierte Videokonferenz-L\u00f6sung. Daf\u00fcr, so informiert das Kultusministerium Bayern auf seiner Website, werden Schulen Lizenzen f\u00fcr Microsoft Teams zur Verf\u00fcgung gestellt [15].&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Baden-W\u00fcrttemberg war am ersten Schultag im Januar bei einigen Schulen Moodle nicht nutzbar, laut Kultusministerium laufe es bei der gro\u00dfen Mehrheit aber st\u00f6rungsfrei [16]. 2021 stehen f\u00fcr den Betrieb der BigBlueButton-Server 1,3 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. 154.000 Nutzer:innen verwendeten das Tool mittlerweile t\u00e4glich in 13.000 Konferenzen an 1.600 Schulen [17]. Moodle wurde diesen Mittwoch und Donnerstag von etwa 390.000 Personen an 1.500 Schulen genutzt, insgesamt von circa 440.000 Sch\u00fclerinnen, Sch\u00fclern und Lehrkr\u00e4ften t\u00e4glich. Beide Systeme laufen derzeit stabil und die Serverkapazit\u00e4ten werden fortlaufend angepasst [18]. Unklar ist, was der doch noch gro\u00dfe Rest der laut Adressdatenbank des Kultusministeriums insgesamt ungef\u00e4hr 5.000 Schulen in Baden-W\u00fcrttemberg [19] nutzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Architekturprobleme in Moodle<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>In Berlin kommt \u00fcber den Lernraum Berlin ebenfalls Moodle zum Einsatz. Anfang 2021 nach den Weihnachstferien kam es ebenfalls zu Ausf\u00e4llen des Systems, das von bis zu 120.000 Sch\u00fcler:innen und Lehrkr\u00e4ften genutzt wird. Mithilfe von Analysen stellte man schlie\u00dflich fest, dass Datenbankindizes fehlten, sodass beim Aufruf h\u00e4ufige Anfragen auf eine einzelne Tabelle mit Daten \u00fcber Kurse und Termine zu zu hoher Last f\u00fchrten. Das Problem ist m\u00f6glicherweise erst so sp\u00e4t aufgefallen, weil Berlin nur wenige Moodle-Instanzen betreibt, die sich mehrere Schulen teilen. Dadurch wurde die Datenbank-Tabelle deutlich l\u00e4nger, als es beim Betrieb einer Instanz pro Schule \u00fcblicherweise der Fall ist. Den Fehler entdeckte die Firma infra.run, die mit dem Verein cyber4EDU zusammen BigBlueButton-Cluster f\u00fcr Schulen betreibt. Der ver\u00f6ffentlichte Patch half laut Golem auch anderen Moodle-Betreibern wie BelW\u00fc in Baden-W\u00fcrttemberg bei Performance-Problemen [20, 21].<\/p>\n\n\n\n<p>Moodle sei allgemein nicht daf\u00fcr gemacht, auf einer Instanz mehrere Tausend gleichzeitige Nutzer:innen zu bedienen, sagt einer der Gr\u00fcnder des Vereins cyber4EDU, Michael Merz, gegen\u00fcber ZEIT ONLINE. Dennoch wird das System von den Schulen sehr viel genutzt. Ein nachtr\u00e4glicher Umbau der Software sei aufwendig. Dennoch sei die Anpassbarkeit von Open-Source-L\u00f6sungen ein gro\u00dfer Vorteil, wie zum Beispiel der bereits angesprochene Datenbank-Patch zeigt [22].&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unterst\u00fctzung kommt von Vereinen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Der Verein cyber4EDU wurde w\u00e4hrend des 36. Chaos Communication Congress gegr\u00fcndet. Die Mitglieder mit Expertise in IT-Betrieb, -Sicherheit und Datenschutz sowie Padagogik unterst\u00fctzen ehrenamtlich Bildungseinrichtungen beim Aufbau und Betrieb digitaler Lern-Infrastruktur gegen eine geringe nicht profitable Kostenbeteiligung, allen voran durch Betrieb eines gro\u00dfen BigBlueButton-Clusters f\u00fcr Schulen, aber auch des Lernmanagementsystems Moodle und weiteren Tools f\u00fcr den Schulalltag. T\u00e4glich nutzen das Angebot laut Verein bereits mehrere Tausend Sch\u00fcler:innen [23,24,25].&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Hosting unterst\u00fctzt wird der Verein von der Firma infra.run, die nach eigenen Angaben kostendeckend arbeitet. infra.run hat die BBB-Architektur in ihre Module zerlegt und betreibt diese auf jeweils eigenen virtuellen Hosts. Mithilfe mehrerer Scalelite-Load-Balancer werden dann Raumanfragen von verschiedenen BBB-\u201eFrontends\u201c wie Moodle, Greenlight oder Nextcloud auf mehrere BBB-Cluster in drei Rechenzentren verteilt. Daneben laufen \u00fcbergeordnete Dienste f\u00fcr Backups und Logging sowie das Monitoring-System Prometheus und das Metrik-Dashboard Grafana. infra.run ist \u00fcberzeugt vom Open-Source-Konzept und analysiert die betriebene Software regelm\u00e4\u00dfig intern, meldet Schwachstellen an die Entwickler:innen und baut eigene Schutzmechanismen ein. Die Systemadministrator:innen arbeiten zudem immer nach dem Vier-Augen-Prinzip zu zweit an Produktivsystemen. Die Server werden regelm\u00e4\u00dfig geupdatet und ersetzt. Automatisches Deployment mithilfe von Ansible vermeidet Konfigurationsfehler und erleichtert den Serverausbau bei steigendem Bedarf. Dar\u00fcber hinaus werden neue Versionen vor Inbetriebnahme in einem eigenen Server-Cluster getestet [26,27,28].<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich f\u00fcr \u00e4hnliche Informationen zum Betrieb von Jitsi in geshardeten Kubernetes-Clustern interessiert, findet ausf\u00fchrliche Informationen im <a href=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/03\/11\/how-to-scale-jitsi-meet\/\" title=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/03\/11\/how-to-scale-jitsi-meet\/\">Blogartikel \u201eHow to Scale Jitsi Meet\u201c von Martin Bock<\/a> unter anderem mit Informationen der HPI-Schulcloud-Betreiber.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Reihe von Sicherheitsl\u00fccken&nbsp;<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Neben Architekturproblemen, die die Skalierung erschweren, sind auch schon einige Sicherheitsl\u00fccken in den Plattformen aufgetaucht, die viele Sch\u00fcler:innen in Deutschland tagt\u00e4glich nutzen. So wurde zum Beispiel im Sommer \u00fcber eine XSS-L\u00fccke in Mebis berichtet, die die Betreiber monatelang trotz Kenntnis nicht behoben [29].<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst 2020 berichtete Golem \u00fcber mehrere Schwachstellen bei BigBlueButton, darunter die Dateikonvertierung durch Libreoffice beim Upload von Office-Dokumenten, wodurch zum Beispiel lokale Dateien ausgesp\u00e4ht und als Folge ganze R\u00e4ume \u00fcbernommen werden konnten. Weitere Schwachstellen stellten eine Cross-Site-Scripting-L\u00fccke, Cookies ohne Secure-Flag, eine veraltete Ubuntu- und NodeJS-Version sowie standardm\u00e4\u00dfig unn\u00f6tig offene Netzwerkports und&nbsp;ein Standardpasswort dar. Die BBB-Entwickler:innen reagierten auf Meldungen der Schwachstellen teils monatelang nicht und schlossen die L\u00fccken erst nach mehrmaliger Nachfrage und ohne transparente Kommunikation nach au\u00dfen. Dennoch betont auch Golem den Vorteil der kostenlosen und quelloffenen Software und schl\u00e4gt eine \u00f6ffentlich finanzierte Weiterentwicklung vor, die die Berliner Datenschutzbeauftragte begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrde [30].<\/p>\n\n\n\n<p>Im Februar berichtete Heise \u00fcber Datenlecks in der HPI-Schulcloud. \u00dcber offene Endpunkte konnten Servermetriken sowie pers\u00f6nliche Daten von Sch\u00fcler:innen wie Kontaktlisten, Arbeitsbl\u00e4tter, bewertete Tests und Videos abgegriffen werden. Ursache waren neben einem Konfigurationsfehler in Th\u00fcringen, wodurch ein Demo-Zugang produktiv genutzt wurde, eine fehlerhafte Zugangskontrolle bei den Endpunkten. Das HPI habe auf die Meldung schnell und korrekt reagiert, die Schwachstellen behoben und den Fall an die Landesdatenschutzbeauftragten gemeldet. Im Mai 2020 habe das Institut dagegen als Reaktion auf die Meldung einer anderen Sicherheitsl\u00fccke noch Strafanzeige wegen des Aussp\u00e4hens von Daten erstattet [31].<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weitreichende Folgen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Konsequenzen des Software-Wirrwarrs an den Schulen tragen die Sch\u00fcler:innen. Das Schul-Barometer zeigte im Mai 2020, dass viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Deutschland im Lockdown nicht digital erreicht werden konnten. Die H\u00e4lfte der befragten Schulmitarbeitenden gab an, gar keinen digitalen Pr\u00e4senzunterricht abzuhalten, in \u00d6sterreich und der Schweiz waren es nur circa ein Drittel. Nur knapp \u00fcber ein Drittel der Sch\u00fcler:innen konnten in Deutschland \u00fcber Online-Plattformen erreicht werden, in \u00d6sterreich und der Schweiz fast doppelt so viele [32]. Bis heute k\u00f6nnte sich die Situation noch verschlimmert haben. Am schlimmsten trifft es sowieso schon benachteiligte Sch\u00fcler:innen [33]. \u201eBildungsarmut und fehlende Chancengleichheit drohen sich durch die Schulschlie\u00dfungen w\u00e4hrend der Corona-Krise noch weiter zu versch\u00e4rfen\u201c [34].<\/p>\n\n\n\n<p>Der EU-Bildungsbericht aus 2020 best\u00e4tigt das Bild. Deutschland liegt in punkto digitaler Ausstattung unter dem EU-Durchschnitt. Nur etwa ein Drittel der Schulen sei ausreichend auf den Lockdown vorbereitet gewesen [35]. F\u00fcr Achtkl\u00e4ssler kommt durchschnittlich ein Computer auf 9,7 Sch\u00fcler:innen, WLAN f\u00fcr Sch\u00fcler:innen und Lehrer:innen gibt es in Deutschland nur an 26,2 Prozent der Schulen \u2013 \u201eder schlechteste Wert unter den teilnehmenden L\u00e4ndern\u201c [36].<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Blick ins Ausland<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Dass sich das Verschlafen der Digitalisierung im Bildungswesen r\u00e4cht, aber auch, was m\u00f6glich ist, zeigt ein Blick in andere L\u00e4nder.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So investierte D\u00e4nemark bereits 2012 massiv mit etwa 67 Mio. Euro in die Integration von IT in den Unterricht. Die WLAN-Abdeckung in den Schulen betr\u00e4gt hier 100 Prozent, nahezu alle Haushalte sind mit Computern ausgestattet. Seit 2017 gibt es \u00fcberall eine Lernplattform, die gr\u00f6\u00dfte davon Aula, die mit \u00fcber 550.000 t\u00e4glich aktiven und insgesamt \u00fcber 2,3 Mio. Nutzer:innen auf einer AWS-Infrastruktur l\u00e4uft. Schon im Pr\u00e4senzunterricht nutzten die Schulkinder in D\u00e4nemark von der Grundschule an Computer oder Tablets \u00fcber alle F\u00e4cher hinweg, sodass der Umstieg auf Online-Unterricht leichter fiel [37,38].<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Beispiel: Estland mit seinen nur 1,3 Millionen Einwohner:innen investierte nach seiner Unabh\u00e4ngigkeit schon in der 90er-Jahren stark in digitale Infrastruktur, vor allem im Bildungsbereich. Seit 2000 hat jede Schule Internet, seit 2001 ist Internetzugang f\u00fcr alle B\u00fcrger:innen ein Grundrecht, alle beh\u00f6rdlichen Services stehen online zur Verf\u00fcgung. Erm\u00f6glicht hat das auch ein breites Schulungsangebot f\u00fcr Erwachsene. Fast alle Schulen nutzten schon vor Corona digitale Tools, allen voran die Lernplattform eKool. So gelang in Estland der Umstieg auf Distance Learning ebenfalls besser, aktuell bietet das Land einige seiner Software-Tools als Unterst\u00fctzung sogar anderen L\u00e4ndern an. Nach Angaben einer Schuldirektorin aus Tallinn werden im Land aber auch Teams, Skype oder Zoom f\u00fcr Videokonferenzen an Schulen genutzt [39,40,41,42,43].<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein Land in S\u00fcdamerika kommt in Sachen digitales Lernen besser durch die Corona-Krise: Uruguay investiert schon seit Jahren in digitalen Schulunterricht und hat vor zehn Jahren eine Ein-Laptop-pro-Kind-Politik eingef\u00fchrt. Kostenloses Internet an wurde auch in l\u00e4ndlichen Gebieten ausgebaut. So ist das Land laut Angaben der staatlichen Agentur f\u00fcr digitale Erziehung \u201ePlan Ceibal\u201c gut durch die Wochen von Online-Unterricht gekommen [43].<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Frage des Geldes?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Es zeigt sich, dass sich vergangene Investitionen in digitale Bildung in einigen L\u00e4ndern auszahlen. Fragt man sich nun \u201eMangelt es in Deutschland am Geld?\u201c, ist das nicht die ganze Antwort. Der DigitalPakt Schule (5 Milliarden Euro) trat im Mai 2019 in Kraft, wurde durch Corona nochmals aufgestockt um 500 Millionen f\u00fcr mobile Homeschooling-Endger\u00e4te und denselben Betrag f\u00fcr Administration von Computersystemen. Doch bisher wurden trotz der Krise gro\u00dfe Teile nicht abgerufen. Deutschland hat die Digitalisierung an Schulen verschlafen und f\u00fcr die Nutzung des&nbsp;Gelds zur Bew\u00e4ltigung der Probleme w\u00e4hrend der Pandemie fehlt es an IT-Kompetenz und Infrastruktur. Schulen mit iPads ohne WLAN oder Geld f\u00fcr Server, die niemand betreiben kann. Bis Ende 2020 sind knapp eine halbe Milliarden Euro abgeflossen und knapp doppelt so viel wurde verplant. F\u00fcr 2021 sollen weitere \u00fcber 2 Milliarden Euro verplant werden [44,45].&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Baden-W\u00fcrttemberg beispielsweise stehen aus dem DigitalPakt 650 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung, bis Ende 2020 wurden knapp 12 Prozent davon bewilligt [46]. Im Vergleich wurden f\u00fcr 2021 wie bereits erw\u00e4hnt 1,3 Millionen Euro f\u00fcr den Betrieb von BigBlueButton-Clustern veranschlagt [18].<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung kam 2017 zu dem Schluss, dass die Digitalisierung der Schulen in Deutschland rund 2,8 Milliarden Euro j\u00e4hrlich kosten w\u00fcrde. Der DigitalPakt, der bis 2022 veranschlagt sei, beinhalte somit zu wenig Geld. Dabei seien Erstausgaben f\u00fcr den Anschluss der Schulen ans Internet sowie f\u00fcr Fortbildungen der Lehrkr\u00e4fte nicht mal enthalten [47]. Zahlen von 2020 zeigen: Gerechnet auf das Bruttoinlandsprodukt gibt Deutschland mit 4,2 Prozent weniger aus als der OECD-Durchschnitt (4,9 Prozent) [48].<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird klar: Digitalisierung an Schulen kostet viel Geld, vor allem aber weil es in den vergangenen Jahren bis Jahrzehnten verschlafen wurde. Au\u00dferdem scheint es nicht nur in Anbetracht von Corona alternativlos.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bildungsplattform-Infrastruktur am Beispiel HdM<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Als Referenz noch ein paar Zahlen und Fakten von unserer Hochschule HdM nach Informationen von David Pr\u00fcm, der sich im Bereich der Educational IT mit dem Betrieb von Moodle und BigBlueButton besch\u00e4ftigt und mir freundlicherweise Auskunft gegeben hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die HdM hat circa 5.000 Studierende und verzeichnet auf ihrer am meisten verbreiteten Lernplattform Moodle, die vor allem zum Austausch von Lehrmaterialien und Einreichen von Aufgaben dient, 7.400 registrierte Nutzer:innen. Gleichzeitig sind es aber nur circa 200, wobei sich die Zahl durch Corona etwa verdreifacht hat. Pro Tag betr\u00e4gt der Moodle-Traffic circa 100 GB, an zu speichernden Dateien etc. kommen pro Semester etwa 500 GB dazu. Die geringe gleichzeitige Nutzung erlaubt den Betrieb auf aktuell nur einem Server, wobei ein Ausbau geplant ist. Ein Problem: Komplette Backups, die neben t\u00e4glichen inkrementellen Backups regelm\u00e4\u00dfig stattfinden, ben\u00f6tigen immer mehr Zeit \u2013&nbsp;aktuell schon bis zu 12 Stunden \u2013, sodass die Gefahr von Kollisionen mit anderen Sicherungsjobs steigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Herausfordernder ist der Betrieb von BigBlueButton, das an der HdM von drei \u201eFrontends\u201c Moodle, ILIAS und ConferenceMI angesprochen wird. F\u00fcr den Betrieb ist momentan noch das Studiengangscluster Medieninformatik zust\u00e4ndig, das in der Pandemie-Not eingesprungen ist. Der noch laufende provisorisch eingef\u00fchrte Betrieb auf 16 aufger\u00fcsteten Pool-PCs soll mittelfristig auf neue Hardware migriert werden. Geplant sind acht 16-Core-Server mit jeweils 64 GB RAM, deren Anschaffungskosten bei jeweils circa 3000 bis 4000 Euro liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein einzelner Server kann momentan schon bis zu 200-300 gleichzeitige Nutzer:innen bedienen, solange sie sich nicht alle in einem gro\u00dfen Raum befinden. Die Lastverteilung soll ebenfalls optimiert werden, da der momentane Load Balancer die Last bei hinzukommenden Teilnehmenden in einen Raum nicht effizient genug verteilt. Das Deployment soll weiterhin wie von BigBlutButton empfohlen direkt ohne Virtualisierung erfolgen. Um die Datenraten weiter zu verringern, wird voreingestellt, dass die Webcams der Studierenden standardm\u00e4\u00dfig nur f\u00fcr die Raum-Moderator:innen (meist Lehrende) sichtbar sind. Bei Bedarf kann das umgestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Herausforderung bei BigBlueButton ist laut David Pr\u00fcm die schlechte Skalierbarkeit begr\u00fcndet durch die Architektur des Open-Source-Systems. Ein einziger Prozess steuert alle Interaktionen. Dadurch ist es von Vorteil, mehrere Maschinen parallel zu betreiben. Weniger Bottlenecks in der neuen BBB-Version sollen die Performance ebenfalls verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>Anzumerken ist, dass neben Moodle und BigBlueButton an der HdM auch andere Tools wie Zoom zum Einsatz kommen. Es ist nicht zentral bekannt, wo genau welche Tools verwendet werden und wie sich die Nutzungszahlen bei den beschriebenen Clustern ver\u00e4ndern w\u00fcrden, wenn sie die alleinig verwendete Software darstellen w\u00fcrden. Gro\u00dfer Vorteil der Open-Source-L\u00f6sungen ist die Kontrolle \u00fcber die gespeicherten Daten und die somit einfacher einzuhaltende Datenschutz-Konformit\u00e4t. Jedoch geht das Hosting mit Personalaufwand einher. Abgesehen von der aktuellen Unterst\u00fctzung durch Medieninformatik sind nur zwei Personen in der Educational IT f\u00fcr Aufbau und Betrieb der Systeme sowie damit einhergehende Schulung der Lehrenden zust\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Skalierungs-Sch\u00e4tzungen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Nun da wir einen \u00dcberblick \u00fcber Tools und deren Architekturt\u00fccken, Gr\u00f6\u00dfenordnungen \u00fcber Nutzung von Moodle und BigBlueButton an der HdM sowie Budgets haben, k\u00f6nnen wir ein paar \u00dcberlegungen zum Betrieb von Videokonferenz- und Lernplattform-Systemen f\u00fcr Schulen anstellen. Betrachten wir beispielhaft Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei 5.000 Schulen und 1,5 Mio. Sch\u00fcler:innen ergibt sich eine Durchschnittsanzahl von 300 Sch\u00fcler:innen pro Schule. Bei einer durchschnittlichen Klassenst\u00e4rke von 25 w\u00fcrden bei maximaler Auslastung 12 R\u00e4ume ben\u00f6tigt, sodass schon zwei mit HdM-Angaben vergleichbare Server f\u00fcr den Betrieb von Moodle und BigBlueButton als Hauptsysteme ausreichen sollten. Bei so einer kleinen Zahl ist die Redundanz nat\u00fcrlich schlecht. Einmalige Anschaffungskosten l\u00e4gen f\u00fcr die Server bei etwa 7.000 Euro, hinzu kommen Breitbandanschluss, Switches, Load Balancer etc. Insgesamt sollten sich die einmaligen Kosten unter 10.000 Euro belaufen. Die j\u00e4hrlichen Kosten m\u00fcssen mindestens Server-Wartung, Strom und IT-Personal ber\u00fccksichtigen, wobei letzteres am st\u00e4rksten zu Buche schlagen wird. Ein:e Systemadministrator:in verdient laut Stepstone durchschnittlich 43.500 Euro in Vollzeit. Rechnet man mit durchschnittlich einem Tag pro Woche an Personalkosten f\u00fcr eine solche Person, w\u00e4ren das 8.700 Euro im Jahr. So k\u00f6nnen auch die j\u00e4hrlichen Kosten mit knapp 10.000 Euro gesch\u00e4tzt werden. Endger\u00e4te f\u00fcr Sch\u00fcler:innen und Lehrer:innen sind hier nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ganz Baden-W\u00fcrttemberg w\u00fcrde das bei einem solchen einzelschulischen Vorgehen das 5.000-Fache dieser Kosten bedeuten, also 50 Millionen Euro einmalig plus 50 Millionen Euro j\u00e4hrlich. Die Kosten d\u00fcrften praktisch aber weit darunter liegen, wenn der Betrieb zentral organisiert und aufgebaut w\u00fcrde. Das hei\u00dft nicht, dass die Systemarchitektur dabei nicht verteilt aufgebaut werden kann, wie es der CCC M\u00fcnchen empfiehlt und infra.run ebenfalls beschreibt. Da Baden-W\u00fcrttemberg aus dem DigitalPakt Schule 650 Millionen Euro f\u00fcr etwa vier Jahre zustehen, wobei man neben dem Betrieb von Schulplattformen sicherlich die Beschaffung von Endger\u00e4ten, WLAN etc. einberechnen muss, erscheint das Geld dennoch ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben eigenem Hosting ist das Auslagern an einen Cloud-Anbieter eine Alternative. Wir erinnern uns an das d\u00e4nische System Aula, das auf Amazon Web Services l\u00e4uft. Mit dem Pricing Calculator von AWS [49] kann man online Kostensch\u00e4tzungen vornehmen. Einen Auszug der Website zeigt folgender Screenshot. Neben Region und Server-Parametern kann man unter anderem Lastverteilungsmuster angeben:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AWS-calculator-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"881\" data-attachment-id=\"13137\" data-permalink=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/03\/15\/corona-klassenzimmer-ein-blick-auf-das-bildungsplattform-chaos-in-deutschland\/aws-calculator-1\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AWS-calculator-1.png\" data-orig-size=\"3476,2992\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"AWS-calculator-1\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AWS-calculator-1-1024x881.png\" src=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AWS-calculator-1-1024x881.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-13137\" srcset=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AWS-calculator-1-1024x881.png 1024w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AWS-calculator-1-300x258.png 300w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AWS-calculator-1-768x661.png 768w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AWS-calculator-1-1536x1322.png 1536w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AWS-calculator-1-2048x1763.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr unsere Beispiel-Schule w\u00e4hlen wir als minimales Beispiel zwei 16-Kern-EC2-Maschinen mit 64 GB Arbeitsspeicher und veranschlagen mithilfe des BBB Bandwidth Calculators [50] einen gesch\u00e4tzten Traffic von 10 TB monatlich. Dieser Traffic h\u00e4ngt sehr stark von der Nutzungsart der Systeme ab, zum Beispiel wie viele Webcams wie lange aktiv sind, die 10 TB sind hier recht gro\u00dfz\u00fcgig veranschlagt. Mit diesen Parametern und t\u00e4glicher H\u00f6chstauslastung f\u00fcr circa 5 Stunden an den Schulvormittagen montags bis freitags entstehen bei AWS j\u00e4hrliche Kosten von circa 6.500 Euro. Server-Anschaffung, -Betrieb, Strom sowie ein Teil des Personalaufwands entfallen damit im Vergleich zur Variante mit eigenem Hosting. Dennoch bleiben teure Personalkosten f\u00fcr Software-Installation, -Update und -Support bestehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Langfristig ist die AWS-Variante so sicherlich die teurere, wenngleich man an den Parametern und Zahlungsmodellen im Calculator noch an vielen Stellen drehen kann. Zwei Vorteile bei der AWS-L\u00f6sung sind dagegen die hohe Ausfallsicherheit sowie Schutz gegen DDoS-Angriffe. Eine Verf\u00fcgbarkeit von 99,99% wird zwar nicht garantiert, aber angestrebt und ansonsten werden von den monatlichen Kosten gestaffelt Teile zur\u00fcckerstattet. Pro Stunde werden von AWS 90% Verf\u00fcgbarkeit&nbsp;angestrebt, jede Stunde unter diesem Bereich wird erstattet [51]. Gegen DDoS-Angriffe, mit denen Schulen immer wieder zu k\u00e4mpfen haben, sch\u00fctzt AWS standardm\u00e4\u00dfig mit dem \u201eAWS Shield Standard\u201c, das ohne Mehrkosten gegen h\u00e4ufige Angriffe auf Netzwerk- und Transport-Ebene absichert. F\u00fcr zus\u00e4tzlich 3.000 USD pro Monat plus Kosten je nach Datenmengen in Load Balancing etc. kann das \u201eAWS Shield Advanced\u201c hinzugebucht werden, das neben Echtzeit-Erkennung von Angriffen und Schutz vor DDoS-Mehrkosten ein DDoS Reponse Team bereit stellt [52,53].<\/p>\n\n\n\n<p>Teuer ist bei den Schulplattformen vor allem der gleichzeitige Zugriff zu den Kern-Schulzeiten. Sofern diese nicht versetzt werden, schl\u00e4gt die Peak-Auslastung vor allem bei der Cloud-L\u00f6sung zu Buche. F\u00fcr ganz Baden-W\u00fcrttemberg mit circa 60.000 Klassen, wenn man die Sch\u00fcler:innenanzahl durch eine angenommene Klassenst\u00e4rke von 25 teilt, w\u00e4ren zu Spitzenzeiten also 60.000 Videokonferenzen aktiv. Wenn wir die HdM-Serveraustattung annehmen, k\u00f6nnten bis zu 10 Klassen pro Server bedient werden, sodass unter Maximalauslastung 6.000 Server notwendig w\u00e4ren. Auch hier liegt die tats\u00e4chliche Zahl praktisch sicher niedriger.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vergleich zu den Gr\u00f6\u00dften<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Als Ultra Large Scale System k\u00f6nnte man wohl fr\u00fchestens ein deutschlandweit verteiltes Schulsystem f\u00fcr alle Schulen bezeichnen. Die rund 11 Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Deutschland zuz\u00fcglich Lehrkr\u00e4fte etc. entspr\u00e4chen dann maximal ein Zehntel der t\u00e4glichen Nutzer:innen von Microsoft Teams, die im Oktober 2020 um die 115 Millionen t\u00e4gliche Nutzer:innen vermeldeten [54]. Zoom vermeldete im April 2020 \u00fcber 300 Millionen t\u00e4gliche Teilnehmende, wobei gleiche Nutzer:innen pro Meeting mehrfach gez\u00e4hlt werden [55]. Zoom betreibt daf\u00fcr 17 Rechenzentren weltweit und nutzt daneben auch Cloud-Plattformen wie AWS, Oracle Cloud und Azure [56].<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fazit<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Auch wenn Online-Unterricht nicht die gesamte Lehre ersetzen kann \u2013 das merken wir auch an der HdM \u2013 wird Digitalisierung in der Zukunft der Bildung eine Rolle spielen. Das wissen die Sch\u00fcler:innen selbst vielleicht besser: \u00dcber 80 Prozent sehen in der Digitalisierung eine Chance und der fehlende Einsatz digitaler Medien wird von ihnen als dringlichstes Problem an der Schule, weit vor Unterrichtsausfall oder \u00fcberf\u00fcllten Klassen gesehen [57].&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Blogpost haben wir gesehen, dass sich die in der Vergangenheit verschlafene Digitalisierung unter anderem in der Corona-Krise r\u00e4cht. Leidtragende sind vor allem benachteiligte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Forderungen sind laut nach datenschutzkonformen und sicheren, aber auch nach schnell einsatzbereiten, skalierenden und ausfallsicheren L\u00f6sungen. Wir haben auch gesehen, dass solche Systeme m\u00f6glich sind, sowohl in anderen L\u00e4ndern als auch bereits an einigen Stellen in Deutschland.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die verpasste Investition in digitale Bildung kann nicht von heute auf morgen nachgeholt werden. Das gilt insbesondere f\u00fcr IT-Fachkr\u00e4fte und im Bereich digitaler Lehre geschulte Lehrkr\u00e4fte, die dringend ben\u00f6tigt werden. F\u00fcr die Entwicklung von langfristigen, skalierenden L\u00f6sungen ist vor allem IT-Kompetenz gefragt, die an vielen Schulen fehlt. Eine von vielen Seiten, unter anderem dem Lehrerverband [9] geforderte B\u00fcndelung der Erfahrung aus einer Vielzahl an Systemen in den Bundesl\u00e4ndern unter Einbeziehung von IT-Experten, die bisher eigenorganisiert Angebote entwickeln, k\u00f6nnte ein fl\u00e4chendeckend eingesetztes System hervorbringen, die alle Anforderungen erf\u00fcllt \u2013 sei es eine Weiterentwicklung einer bestehenden L\u00f6sung oder eine Neuentwicklung. Die Beteiligung aller sp\u00e4teren Nutzungsgruppen bei einer ausf\u00fchrlichen Anforderungsanalyse ist dabei sicherlich elementar.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Ausgangspunkt f\u00fcr den Aufbau einer deutschlandweiten Schul-Infrastruktur k\u00f6nnten technische \u00dcberlegungen, Lehren aus Fehlern in Systemarchitektur und -deployment sowie Weiterentwicklungen aus der Open-Source-Community, wie in diesem Artikel beschrieben, dienen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Quellen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/221\/umfrage\/anzahl-der-studenten-an-deutschen-hochschulen\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/221\/umfrage\/anzahl-der-studenten-an-deutschen-hochschulen\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ekoo.fernuni-hagen.de\/ueberblick-ueber-webkonferenzsysteme\/\">https:\/\/ekoo.fernuni-hagen.de\/ueberblick-ueber-webkonferenzsysteme\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/rrzk.uni-koeln.de\/software-multimedia\/multimedia\/videokonferenzen\">https:\/\/rrzk.uni-koeln.de\/software-multimedia\/multimedia\/videokonferenzen<\/a>&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/rrzk.uni-koeln.de\/support-information\/informationen-zu-tools-fuer-kollaboratives-arbeiten\">https:\/\/rrzk.uni-koeln.de\/support-information\/informationen-zu-tools-fuer-kollaboratives-arbeiten<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.it-servicedesk.uni-muenchen.de\/it-angebote\/zoom\/index.html\">https:\/\/www.it-servicedesk.uni-muenchen.de\/it-angebote\/zoom\/index.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/wiki.stuvus.uni-stuttgart.de\/display\/LAK\/%5BAK+Corona%5D+Info-Sammlung\">https:\/\/wiki.stuvus.uni-stuttgart.de\/display\/LAK\/%5BAK+Corona%5D+Info-Sammlung<\/a>&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/981823\/umfrage\/anzahl-der-schueler-an-allgemeinbildenden-schulen\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/981823\/umfrage\/anzahl-der-schueler-an-allgemeinbildenden-schulen\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Holpriger-Schulstart-Diskussionen-um-bundesweite-digitale-Bildungsangebote-5025952.html\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Holpriger-Schulstart-Diskussionen-um-bundesweite-digitale-Bildungsangebote-5025952.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Lernplattformen-der-Laender-funktionieren-oder-auch-nicht-5005029.html\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Lernplattformen-der-Laender-funktionieren-oder-auch-nicht-5005029.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.logineo.schulministerium.nrw.de\/LOGINEO-NRW\/Was-ist-LOGINEO-NRW\/\">https:\/\/www.logineo.schulministerium.nrw.de\/LOGINEO-NRW\/Was-ist-LOGINEO-NRW\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Schulen-brauchen-Klarheit-beim-Datenschutz-4993139.html\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Schulen-brauchen-Klarheit-beim-Datenschutz-4993139.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2021-02\/digitalisierung-schulen-homeschooling-clouds-fernunterricht\/komplettansicht\">https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2021-02\/digitalisierung-schulen-homeschooling-clouds-fernunterricht\/komplettansicht<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/netzwelt\/warum-die-lernplattform-mebis-noch-immer-eine-baustelle-ist,Rx5Yp2y\">https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/netzwelt\/warum-die-lernplattform-mebis-noch-immer-eine-baustelle-ist,Rx5Yp2y<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.mebis.bayern.de\/infoportal\/magazin\/news\/mebis-in-zeiten-von-corona\/\">https:\/\/www.mebis.bayern.de\/infoportal\/magazin\/news\/mebis-in-zeiten-von-corona\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.km.bayern.de\/allgemein\/meldung\/6968\/digitales-werkzeug-unterstuetzt-lernen-zuhause.html\">https:\/\/www.km.bayern.de\/allgemein\/meldung\/6968\/digitales-werkzeug-unterstuetzt-lernen-zuhause.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.news4teachers.de\/2021\/01\/schulplattform-bricht-zum-schulstart-zusammen-mal-wieder\/\">https:\/\/www.news4teachers.de\/2021\/01\/schulplattform-bricht-zum-schulstart-zusammen-mal-wieder\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.baden-wuerttemberg.de\/de\/service\/presse\/pressemitteilung\/pid\/serverkapazitaeten-von-bigbluebutton-erweitert\/\">https:\/\/www.baden-wuerttemberg.de\/de\/service\/presse\/pressemitteilung\/pid\/serverkapazitaeten-von-bigbluebutton-erweitert\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/km-bw.de\/,Lde\/startseite\/sonderseiten\/statusmeldungen-digitalunterricht-corona\">https:\/\/km-bw.de\/,Lde\/startseite\/sonderseiten\/statusmeldungen-digitalunterricht-corona<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/km-bw.de\/Schuladressdatenbank\">https:\/\/km-bw.de\/Schuladressdatenbank<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/moodle-was-den-lernraum-berlin-in-die-knie-zwang-2101-153427-2.html\">https:\/\/www.golem.de\/news\/moodle-was-den-lernraum-berlin-in-die-knie-zwang-2101-153427-2.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/thema\/2020\/coronavirus\/beitraege_neu\/2021\/01\/berlin-lernraum-plattform-technische-probleme-schule-unterricht.html\">https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/thema\/2020\/coronavirus\/beitraege_neu\/2021\/01\/berlin-lernraum-plattform-technische-probleme-schule-unterricht.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2021-02\/digitalisierung-schulen-homeschooling-clouds-fernunterricht\/komplettansicht\">https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2021-02\/digitalisierung-schulen-homeschooling-clouds-fernunterricht\/komplettansicht<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/cyber4edu.org\/c4e\/wiki\/ueber_uns\">https:\/\/cyber4edu.org\/c4e\/wiki\/ueber_uns<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/cyber4edu.org\/c4e\/wiki\/unsere_angebote\">https:\/\/cyber4edu.org\/c4e\/wiki\/unsere_angebote<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/cyber4edu.org\/c4e\/wiki\/bigbluebutton\">https:\/\/cyber4edu.org\/c4e\/wiki\/bigbluebutton<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/infra.run\/about\/\">https:\/\/infra.run\/about\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/infra.run\/services\/\">https:\/\/infra.run\/services\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/infra.run\/posts\/secure_bbb_hosting\/\">https:\/\/infra.run\/posts\/secure_bbb_hosting\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Hacker-finden-Sicherheitsluecken-in-Lernplattform-Mebis-4876001.html\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Hacker-finden-Sicherheitsluecken-in-Lernplattform-Mebis-4876001.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/big-blue-button-das-grosse-blaue-sicherheitsrisiko-2010-151610.html\">https:\/\/www.golem.de\/news\/big-blue-button-das-grosse-blaue-sicherheitsrisiko-2010-151610.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Datenlecks-in-der-HPI-Schul-Cloud-5061903.html\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Datenlecks-in-der-HPI-Schul-Cloud-5061903.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Fernunterricht-erreicht-etliche-Schueler-nicht-4722018.html\">https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Fernunterricht-erreicht-etliche-Schueler-nicht-4722018.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/online-lernen-bleibt-fuer-viele-schulen-und-lernende-eine-herausforderung.htm\">https:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/online-lernen-bleibt-fuer-viele-schulen-und-lernende-eine-herausforderung.htm<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.deutsche-handwerks-zeitung.de\/bildungsmonitor-2020-in-diesen-bundeslaendern-ist-die-bildung-am-besten\/150\/32542\/405140\">https:\/\/www.deutsche-handwerks-zeitung.de\/bildungsmonitor-2020-in-diesen-bundeslaendern-ist-die-bildung-am-besten\/150\/32542\/405140<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/2020-11\/digitalisierung-schulen-deutschland-eu-vergleich?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com\">https:\/\/www.zeit.de\/digital\/2020-11\/digitalisierung-schulen-deutschland-eu-vergleich?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.insm-bildungsmonitor.de\/pdf\/bildungsmonitor_20_schulische_bildung_corona.pdf\">https:\/\/www.insm-bildungsmonitor.de\/pdf\/bildungsmonitor_20_schulische_bildung_corona.pdf<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.smartcountry.berlin\/SmartCountryConvention\/News\/Artikel\/WieDaenemarkDasSchulsystemDigitalisiertHatBotschafter-InterviewMitFriisPetersen.html\">https:\/\/www.smartcountry.berlin\/SmartCountryConvention\/News\/Artikel\/WieDaenemarkDasSchulsystemDigitalisiertHatBotschafter-InterviewMitFriisPetersen.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.netcompany.com\/int\/cases\/Kombit-Aula\">https:\/\/www.netcompany.com\/int\/cases\/Kombit-Aula<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/digeetrips.com\/en\/2020\/04\/10\/en-estonie-la-continuite-pedagogique-est-une-reussite-humaine-et-technologique\/\">https:\/\/digeetrips.com\/en\/2020\/04\/10\/en-estonie-la-continuite-pedagogique-est-une-reussite-humaine-et-technologique\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a 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