{"id":21753,"date":"2021-09-26T21:29:36","date_gmt":"2021-09-26T19:29:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/?p=21753"},"modified":"2023-06-18T17:55:20","modified_gmt":"2023-06-18T15:55:20","slug":"the-way-of-system-thinking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/09\/26\/the-way-of-system-thinking\/","title":{"rendered":"The Way of System Thinking &#8211; Was Systemdenken ausmacht"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Ein Artikel von Jessica Hofmann und Julia Grimm<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In unserem Leben, egal ob im Privaten oder Beruf, m\u00fcssen wir Entscheidungen treffen. Diese Entscheidungen haben so gut wie immer eine Konsequenz. Bei allt\u00e4glichen Entscheidungen ist uns das oft nicht bewusst. Erst bei gro\u00dfen und schweren Entscheidungen sind wir Menschen uns dar\u00fcber im Klaren, dass das was wir vorhaben zu tun unser Leben in Zukunft beeinflussen wird. Wir erwarten h\u00e4ufig von uns selbst Entscheidungen schnell zu treffen, da wir uns nur selbst als n\u00fctzlich erachten, wenn wir etwas tun. Daher kommt es, dass wir uns oft nicht die Zeit nehmen \u00fcber Entscheidungen nachzudenken und herauszufinden was gerade wirklich passiert. Wir fokussieren uns darauf so schnell wie m\u00f6glich weiterzukommen und verlieren das gro\u00dfe Ganze \u2013 the Big Picture \u2013 aus den Augen, in welchem sich alle unserer Entscheidungen und unser Handeln zusammenfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt, in der wir leben ist immer mehr vernetzt und durch die wachsende Globalisierung w\u00e4chst auch die Komplexit\u00e4t sozialer Systeme. Der internationale Handel zum Beispiel verkn\u00fcpft Nationen auf der ganzen Welt zu einem m\u00e4chtigen wirtschaftlichen Feedbackloop. Was genau ein solcher Feedbackloop ist werden wir sp\u00e4ter noch genauer betrachten. Einzelne Systeme (falls diese \u00fcberhaupt je getrennt voneinander funktioniert haben) wachsen und kommen immer n\u00e4her zusammen. Verwachsen einige dieser Systeme miteinander, erzeuget dies komplexe und unvorhersagbare Effekte. Es ist also kaum noch m\u00f6glich, einen \u00dcberblick \u00fcber das gesamte System zu haben. Aber dieser Tatsache sind wir uns nicht immer bewusst. Je nachdem welche Perspektive wir hierbei einnehmen, bekommen wir ganz unterschiedliche Eindr\u00fccke wie die Realit\u00e4t aussieht. Hier passt das bekanntes Gleichnis \u201eDie blinden M\u00e4nner und der Elefant\u201c sehr gut.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Erz\u00e4hlung untersuchen f\u00fcnf Blinde, die noch nie zuvor einem Elefanten begegnet sind, einen echten Elefanten mit ihren H\u00e4nden. Sie sollen dadurch einen Eindruck bekommen, was ein Elefant ist. Jeder von ihnen steht an einer anderen Stelle und betastet so eine andere Stelle des Elefanten. Einer untersucht den R\u00fcssel, einer ein Ohr usw.. Am Ende sprechen sie dar\u00fcber wie ein Elefant aussieht und fangen heftig an zu streiten, weil jeder sein Bild f\u00fcr richtig h\u00e4lt, aber alle v\u00f6llig unterschiedlich sind. Schlie\u00dflich kommt der Elefantenf\u00fchrer dazu und sagt ihnen, dass sie alle richtig und alle falsch liegen, denn jeder von ihnen kennt nur einen Teil des wirklichen Elefanten. Wenn sie all ihre Erfahrungen zusammennehmen, dann w\u00fcrden sie einen Eindruck bekommen, wie der tats\u00e4chliche Elefant aussieht. Jeder von ihnen ist also aufgrund seiner individuellen Erfahrung zu einer eigenen, unvollst\u00e4ndigen, aber logischen Schlussfolgerung gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau mit diesen Problemen &#8211; der Komplexit\u00e4t von Systemen, dem Hang \u00fcberst\u00fcrzte Entscheidungen zu treffen und die Realit\u00e4t nur aus einer Perspektive zu betrachten &#8211; befasst sich System Thinking.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist System Thinking?<\/h2>\n\n\n\n<p>Beim System Denken wird davon ausgegangen, dass sich all unsere Handlungen und Entscheidungen mehr oder weniger in Verbindung zueinanderstehen und voneinander abh\u00e4ngig sind. System Thinking soll Menschen und auch Organisationen, wie Teams, Abteilungen oder Firmen dabei helfen, die Konsequenzen ihres Handelns besser zu verstehen und sich an die Umwelt, in welcher wir uns befinden anzupassen. System Thinking ist ein Skillset, um die Komplexit\u00e4t des Verhaltens besser vorherzubestimmen und zu verstehen und letzten Endes auch den Ausgang anzupassen. System Thinking bietet uns Menschen eine M\u00f6glichkeit die Realit\u00e4t zu sehen so wie sie ist und \u00fcber diese zu Sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor wir uns genauer damit besch\u00e4ftigen und dieses Skillset genauer betrachten, wie man tats\u00e4chlich im System denkt, werden wir uns erst noch genauer mit dem Begriff System Thinking auseinandersetzen und diesen genauer einordnen. Au\u00dferdem wollen wir uns noch genauer mit den psychologischen Aspekten befassen, die die Denkweise des Menschen beeinflussen und was hierbei besonders wichtig wird, wenn wir im System denken wollen. Zu guter Letzt werden noch einige methodische Ans\u00e4tze kurz erl\u00e4utert, um ein paar praktische Methoden des System Thinkings mit auf den Weg zu geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sind wir nur schick angezogene H\u00f6hlenmenschen?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Versetzen wir uns in folgende Situation: Bei einem Projekt laufen wir in ein Problem. Wir k\u00f6nnen nicht weitermachen, weil weitere Arbeitsschritte von dem Problem abh\u00e4ngig sind. Was tust du? Findest du schnell eine L\u00f6sung, um das Problem zu l\u00f6sen oder nimmst du dir die Zeit, um die Ursache des Problems zu finden?<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Menschen w\u00fcrden hierbei wahrscheinlich antworten, dass sie sich die Zeit nehmen w\u00fcrden, die verschiedenen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Ursache des Problems abzuw\u00e4gen, und dann nach dem sie alle Pros und Cons f\u00fcr die unterschiedlichen L\u00f6sungen verglichen haben, treffen sie eine rationale Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses rationale Entscheidungsmuster wird von uns Menschen jedoch gar nicht so oft genutzt, wie wir uns das gerne einreden. Oft verlassen wir uns bei der L\u00f6sung komplexer Probleme auf unsere sogenannte Intuition und treffen eine emotionsgetriebene Entscheidung. Der rational denkende Mensch, das was uns vom Tier unterscheidet, ist vielmehr ein Bild, welches wir Menschen gerne von uns selbst haben, aber meist nicht immer der Realit\u00e4t entspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund daf\u00fcr liegt aber schon Jahrtausende zur\u00fcck. Und zwar tragen wir Menschen immer noch unser evolution\u00e4res Erbe von vor 10 000 Jahren mit uns herum. Denn seit her hat sich bei der Entwicklung unseres Gehirns nicht mehr viel getan.&nbsp; Unsere Umwelt hat sich hingegen in den letzten 10 000 Jahren rapide ge\u00e4ndert. War es bei unseren Vorfahren vor 20 Generationen noch wichtig im Bruchteil einer Sekunde \u00fcber Leben oder Tod zu entscheiden, weil hinter jedem Baum ein Raubtier lauern konnte, welches einen fressen wollte, leben wir heutzutage in einer vollkommen industrialisierten und digitalisierten Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt, in der wir aktuell leben ist so komplex, dass emotional Entscheidungen oft nicht zielf\u00fchrend sind. In einer so vernetzen Welt ist es wichtig, sich erst ein Bild und \u00dcberblick \u00fcber dieses Komplexe zu verschaffen und das direkte Tun und Handeln einen Moment zur\u00fcckzustellen und stattdessen zu denken. Und genau hier kommt System Thinking ins Spiel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Seerosen-Model<\/strong>l<\/h3>\n\n\n\n<p>Es steckt oft mehr dahinter als das, was wir im ersten Moment sehen. Beim System Thinking geht es darum unter die Oberfl\u00e4che zu blicken oder wie man gerne sagt \u00fcber den Tellerrand hinauszuschauen. Es geht darum die Muster in unserem Alltag oder bei der Arbeit zu erkennen und Situationen besser einzusch\u00e4tzen und zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Recherche f\u00fcr diesen Artikel sind wir immer wieder auf die Metapher des Seerosenteichs gesto\u00dfen, um den Grundgedanken des System Thinkings zu veranschaulichen. So ist bei einer Seerose der gr\u00f6\u00dfte Teil verborgen und liegt unter der Wasseroberfl\u00e4che. Unsere Aufmerksamkeit gilt auf den ersten Blick aber nur den wundersch\u00f6nen Bl\u00fcten und Bl\u00e4ttern der Seerose. \u00a0Diese wundersch\u00f6ne Bl\u00fcte kann jedoch nur existieren und wachsen, weil sie durch ein enormes Wurzelsystem mit N\u00e4hrstoffen aus dem Wasser und dem Boden versorgt wird. Es bringt also nichts nur die Seerosen an der Oberfl\u00e4che zu betrachten und diese zu pflegen. Um einen gedeihenden Seerosenteich zu haben, reicht es nicht nur die verwelkten Bl\u00fcten und Bl\u00e4tter zu stutzen. Wir m\u00fcssen auch unter die Wasseroberfl\u00e4che schauen und an der Wurzel arbeiten, denn nur dann kann die Seerose weiterwachsen. Wenn wir nun unsere Welt mit einer Seerose gleichsetzen, bedeutet das, dass wenn wir bei einem System strukturelle \u00c4nderungen vornehmen und die Wurzel des Problems anpacken wollen, um nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die Ursache, wir tiefer schauen und einen Blick unter die Oberfl\u00e4che wagen m\u00fcssen. Je tiefer wir also in den Teich hinabschauen, desto effektiver sind unsere Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Screenshot-2021-04-06-at-10.43.33-1024x460-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"460\" data-attachment-id=\"21760\" data-permalink=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/09\/26\/the-way-of-system-thinking\/screenshot-2021-04-06-at-10-43-33-1024x460-1\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Screenshot-2021-04-06-at-10.43.33-1024x460-1.png\" data-orig-size=\"1024,460\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Screenshot-2021-04-06-at-10.43.33-1024&amp;#215;460-1\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Screenshot-2021-04-06-at-10.43.33-1024x460-1.png\" src=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Screenshot-2021-04-06-at-10.43.33-1024x460-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-21760\" srcset=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Screenshot-2021-04-06-at-10.43.33-1024x460-1.png 1024w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Screenshot-2021-04-06-at-10.43.33-1024x460-1-300x135.png 300w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Screenshot-2021-04-06-at-10.43.33-1024x460-1-768x345.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nachdem wir das Seerosen-Modell nun im Kontext des System Thinking betrachtet haben, l\u00e4sst sich sagen, dass es beim System Thinking in erster Linie darum geht das gro\u00dfe Ganze \u2013 the Big Picture &#8211; zu betrachten.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wo sind die Urspr\u00fcnge des System Thinking? Was sind die Grundannahmen?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Urspr\u00fcnge des System Thinking liegen in der System Theorie. Die Wurzeln finden sich in so unterschiedlichen Disziplinen wie Biologie, Kybernetik und \u00d6kologie. Systemdenken bietet einen Einblick in die Funktionsweise der Welt, die sich deutlich von der traditionellen reduktionistischen, analytischen Sicht unterscheidet. Kognitive Prozesse des Erkennens und Probleml\u00f6sens, die auf Konzepte der Systemtheorie Bezug nehmen, werden oft unter dem Begriff System Thinking oder Systemdenken zusammengefasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt leben wir in einer immer komplexer werdenden Welt. Um in dieser Welt vern\u00fcnftig zu \u00fcberstehen, fordern Experten, welche sich mit System Thinking befassen, mehr Systemdenker. Menschen mit solch einem Skillset werden nicht nur in wissenschaftlichen oder Disziplinen oder dem Ingenieurwesen ben\u00f6tigt, sondern in allen Bereichen unseres Lebens. Entscheidungen am anderen Ende der Welt, wie zum Beispiel die Rodung des Regenwaldes haben Auswirkungen auf den gesamten Globus. Auf Grundlage dieser \u00dcberlegung k\u00f6nnte man gar argumentieren, dass alle Menschen in Entscheidungspositionen ein solides Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das System Thinking haben sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn nun System Thinking das Allheilmittel f\u00fcr die Probleme dieser Welt sind, was ist es \u00fcberhaupt genau? Hierauf gibt es keine eindeutige Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Literatur gibt es eine Reihe verschiedener Definition f\u00fcr den Begriff des System Thinking, jedoch unterscheiden sich diese oftmals und es gibt keine eindeutige allgemeing\u00fcltige Definition. Das Problem bei der Begrifflichkeit ist, bzw. was sie so schwer macht zu definieren, dass dieser Begriff schon so oft definiert und redefiniert wurde. Wenn man die verschiedenen Definitionen und Erkl\u00e4rungen betrachtet, wei\u00dfen sie dennoch eine Vielzahl an Gemeinsamkeiten auf. Diese wollen wir im Folgenden genauer betrachten und damit den Oberbegriff, um den es in diesem Blogbeitrag geht eingrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4gend f\u00fcr das System Thinking an sich ist der Begriff System f\u00fcr sich selbst. Schon das Wort System hat je nach dem in welchem Kontext und welcher Disziplin es verwendet wird unterschiedliche Bedeutungen. In dem Fall des System Thinking macht die naturwissenschaftliche Definition wohl am meisten Sinn. So ist ein System laut Duden in einem naturwissenschaftlichen Kontext eine \u201eGesamtheit von Objekten, die sich in einem ganzheitlichen Zusammenhang befinden und durch die Wechselbeziehungen untereinander gegen\u00fcber ihrer Umgebung abzugrenzen sind\u201c. Ein Grundprinzip eines Systems ist also, dass es mehr ist als eine blo\u00dfe Ansammlung seiner Teile. Dies k\u00f6nnen wir auch f\u00fcr das System Thinking annehmen. So finden sich einige Grundannahmen, die f\u00fcr das blo\u00dfe System gelten auch beim System Thinking wieder. Wenn wir System Thinking genau betrachten, besteht es in erster Linie zun\u00e4chst einmal aus drei Dingen. Den einzelnen Elementen, die Beziehung der einzelnen Elemente zueinander und dem Zweck oder auch dem Ziel. Aus diesen Grundannahmen lassen sich wiederum Charakteristiken f\u00fcr ein System ableiten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Charakteristik von Systemen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Zweck: <\/strong>Systeme haben immer einen Zweck. Der Zweck oder auch das Ziel eines Systems ist eine Eigenschaft des Systems als Ganzes und nicht eines der Elemente. So ist das System Flugzeug in seiner Gesamtheit daf\u00fcr verantwortlich Passagiere von A nach B zu fliegen. Dieser Zweck ist eine Eigenschaft des gesamten Systems und nicht das einer einzelnen Turbine oder eines Fl\u00fcgels und wird erst durch das Zusammenspiel der einzelnen Flugzeugteile erreicht.<\/li><li><strong>Gesamtheit:<\/strong> Es m\u00fcssen alle Teile vorhanden sein, damit ein System seinen Zweck optimal erf\u00fcllen kann. Wenn wir einem System ein Element wegnehmen oder auch hinzuf\u00fcgen k\u00f6nnen, ohne dass es die Funktion des Systems beeinflusst, dann haben wir kein System, sondern eine blo\u00dfe Ansammlung von Elementen, die nicht in Abh\u00e4ngigkeit zueinanderstehen. Wenn wir zum Beispiel aus einem Werkzeugkasten ein Werkzeug herausnehmen, bleibt die Funktion des Kastens erhalten. Wir haben lediglich den Inhalt ge\u00e4ndert. <\/li><li><strong>Reihenfolge:<\/strong> Die Reihenfolge, in der die Elemente unseres Systems angeordnet sind, beeinflussen dessen Leistung. Wenn wir die Elemente beliebig anordnen k\u00f6nnen, dann ist es kein System. So spielt es bei unserem Werkzeugkasten keine Rolle, ob der Schraubenzieher \u00fcber oder unter dem Hammer liegt. Bei unserem Flugzeug hingegen ist die richtige Anordnung der einzelnen Elemente f\u00fcr einen sicheren Flug \u00fcberlebenswichtig. Daraus k\u00f6nnen wir schlie\u00dfen, dass die Anordnung der einzelnen Elemente in einem System sehr wichtig ist.<\/li><li><strong>Feedback: <\/strong>Beim Feedback oder auch zu Deutsch der R\u00fcckkopplung werden Informationen \u00fcbermittelt und zur\u00fcckgegeben. Das wichtigste Merkmal des Feedbacks ist, dass es Informationen an das System liefert, die es wissen lassen, wie es sich in Bezug auf einen bestimmten Zustand verh\u00e4lt.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Dies sind wichtige Charakteristika, die f\u00fcr die Definition eine pr\u00e4gende Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>So definiert Barry Richmond, System Thinking als die Kunst und Wissenschaft, zuverl\u00e4ssige R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Verhalten zu ziehen, indem man ein immer tieferes Verst\u00e4ndnis der zugrunde liegenden Struktur entwickelt. Er betont, dass Menschen, die Systemdenken praktizieren, sich so positionieren, dass sie sowohl den Wald als auch die B\u00e4ume sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Richmonds Definition berufen sich die meisten anderen Definitionen, jedoch werden diese noch erweitert.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Definition, welche sich aus der Auswertung umfassender Literatur ergab, ist die von Megan Hopper und Krystyna Stave. Hopper und Syave bekr\u00e4ftigen die Notwendigkeit einer allgemein akzeptierten Definition. Sie warnen auch davor, dass der Begriff System Thinking auf verschiedene und manchmal auch widerspr\u00fcchliche Weise verwendet wird, was bei der Findung f\u00fcr eine allgemeing\u00fcltige Definition nicht gerade hilfreich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Arbeit von Hopper und Stave ergeben sich folgende Grundannahmen f\u00fcr das System Thinking, welche auch die bereits erw\u00e4hnten Charakteristiken von Systemen erg\u00e4nzen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Erkennen von Zusammenh\u00e4ngen<\/li><li>Erkennen von R\u00fcckkopplungen<\/li><li>Dynamisches Verhalten verstehen<\/li><li>Unterscheidung der Arten von Fl\u00fcssen und Variablen<\/li><li>Konzeptuelle Modelle verwenden<\/li><li>Erstellen von Simulationsmodellen<\/li><li>Erprobung von Politiken<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Was alle Definitionen ber\u00fccksichtigen und worunter sich die meisten einig sind ist, dass Elemente und die Charakteristiken, die ein System ausmachen, die Zusammenh\u00e4nge, das Verst\u00e4ndnis von dynamischen Verhalten, die Systemstrukturen als Ursache f\u00fcr dieses Verhalten und die Idee, Systeme als Ganzes und nicht als Teile zu betrachten, sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einblick in unsere Psyche<\/h2>\n\n\n\n<p>Jetzt haben wir einen Eindruck was unter System Thinking eigentlich zu verstehen ist. Bevor wir nun mit den Methoden des System Thinking besch\u00e4ftigen, sollten wir nochmal einen Schritt zur\u00fccktreten und uns anschauen, wie das menschliche Denken \u00fcberhaupt funktioniert. Wie f\u00e4llen wir Urteile und kommen zu Entscheidungen? Zuerst einmal m\u00fcssen wir uns von dem Gedanken verabschieden, dass wir in der Lage sind rein objektive Entscheidungen aufgrund der Kenntnis aller relevanter Fakten zu treffen. Der Mensch ist weder in der Lage v\u00f6llig objektiv zu sein noch die Wirklichkeit zu 100% exakt zu erfassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wir konstruieren uns unsere Wirklichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Unser Gehirn ist ein Meister darin L\u00fccken zu schlie\u00dfen, um ein vollst\u00e4ndiges Bild zu formen. Ohne dass wir bewusst etwas davon mitbekommen, erg\u00e4nzt unser Gehirn fehlende Informationen oder \u00fcbergeht Unpassende (zumindest bis zu einem gewissen Grad). Und diese Eigenschaft ist essenziell wichtig, damit wir uns in der Welt \u00fcberhaupt orientieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Wahrnehmung ist durch mehrere Faktoren beschr\u00e4nkt. Zum einen sind unsere Sinnesorgane nicht in der Lage alle m\u00f6glichen Informationen auch aufzunehmen. Beispielsweise k\u00f6nnen Licht nur in im Spektrum zwischen 380 nm und etwa 780 nm wahrnehmen. Ein anderer Faktor ist die beschr\u00e4nkte Verarbeitungskapazit\u00e4t unseres Gehirns. Pro Sekunde sind wir in der Lage 15.000.000 Bits an Daten \u00fcber unsere Sinnesorgane wahrzunehmen. Von all diesen Informationen k\u00f6nnen wir aber nur ca. 0,0004% bewusst verarbeiten. Unser Gehirn hat sich also im Laufe der Evolution so entwickelt, dass es sich auf ein Minimum der notwendigen Informationen beschr\u00e4nkt und den Rest erg\u00e4nzt. Auf diese Weise konstruiert das Gehirn ein Abbild unserer Realit\u00e4t. Dieses Konstrukt hat Einfluss darauf, was wir f\u00fchlen und wie wir handeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den biologischen Faktoren wird die Wahrnehmung auch von psychologischen und soziokulturellen Faktoren beeinflusst. Das bedeutet, dass unsere aktuelle Stimmung, unsere Erwartungen und Erfahrungen mitbeeinflussen was wir wahrnehmen und wie wir es verarbeiten. Somit ist der Wahrnehmungsprozess keine reine Abbildung der physiologischen Realit\u00e4t, sondern vielmehr eine Konstruktion der individuellen Wirklichkeit. Das unser Gehirn auf diese Weise alle Informationen zusammenf\u00fcgt, sorgt daf\u00fcr, dass wir uns relativ problemlos in der Welt orientieren und in ihr agieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind in der Lage innerhalb von Sekundenbruchteilen eine Situation einzusch\u00e4tzen, indem die gesammelten Informationen in unser mentales Model \u2013 unseren Bezugsrahmen \u2013 gesetzt werden und fehlende Informationen erg\u00e4nzt werden. Welche Teile des Gesamtbildes in unserem Kopf nun aber auch tats\u00e4chlich wahrgenommenen Reizen beruhen und welche erg\u00e4nzt wurden, ist f\u00fcr uns nicht mehr nachvollziehbar. Das ist mitunter einer der Gr\u00fcnde warum Augenzeugenberichte sich teilweise stark voneinander unterscheiden k\u00f6nnen. Je nachdem was die Zeugen f\u00fcr Vorerfahrungen hatten und wo ihre Aufmerksamkeit in dem Moment lag unterscheiden sich die Bilder, welche sie von der Situation im Ged\u00e4chtnis behalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Funktionsweise unseres Gehirns hat sich \u00fcber viele Jahre entwickelt und unseren Vorfahren das \u00dcberleben gesichert. Das Problem ist aber, dass sich unsere Umwelt seitdem dramatisch ver\u00e4ndert hat. Unsere heutige Umwelt ist deutlich komplexer und erfordert viel mehr Vorausdenken, um Ver\u00e4nderungen zu antizipieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Denken wir immer gleich?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In der modernen Psychologie wird davon ausgegangen, dass wir zwei voneinander abh\u00e4ngige Systeme des Denkens haben. Ein System (System 1) f\u00fcr das unbewusste, automatische und schnelle Denken und ein System (System 2) f\u00fcr das bewusste und langsame Denken. Welches System gerade aktiv ist, ist uns oft gar nicht bewusst. Doch in den meisten F\u00e4llen ist System 1 aktiv. Die Aktivit\u00e4ten von System 1 geschehen automatisch und nahezu m\u00fchelos, w\u00e4hrend System 2 Aufmerksamkeit und mehr kognitive Ressourcen erfordert.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/zweiSysteme.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-attachment-id=\"21758\" data-permalink=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/09\/26\/the-way-of-system-thinking\/zweisysteme\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/zweiSysteme.jpg\" data-orig-size=\"1280,720\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"zweiSysteme\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/zweiSysteme-1024x576.jpg\" src=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/zweiSysteme-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21758\" srcset=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/zweiSysteme-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/zweiSysteme-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/zweiSysteme-768x432.jpg 768w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/zweiSysteme.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In den meisten allt\u00e4glichen Situationen ist der Hauptakteur System 1, da dieses deutlich weniger mentale Ressourcen ben\u00f6tigt und viel schneller ist. In den meisten Situationen ist System 1 auch v\u00f6llig ausreichend beziehungsweise notwendig. Wir w\u00e4ren kaum lebensf\u00e4hig, wenn wir \u00fcber jeden Schritt, jeden Atemzug und jede unserer Handlungen bewusst nachdenken m\u00fcssten. System 1 geht dabei nach dem <strong>W<\/strong>hat <strong>y<\/strong>ou <strong>s<\/strong>ee <strong>i<\/strong>s <strong>a<\/strong>ll <strong>t<\/strong>here <strong>i<\/strong>s (WATASI) Prinzip vor und ist auch in der Lage Informationen parallel zu verarbeiten. Es geht davon aus, dass wir alle notwendigen Informationen besitzen, um die richtige Entscheidung zu treffen. Unser Gehirn ignoriert in diesem Fall, dass es Informationen gibt, auf die es keinen Zugriff hat. System 1 ist auch v\u00f6llig unempfindlich gegen\u00fcber Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t von Informationen. Das oberste Ziel ist es ein konsistentes Gesamtbild aus den vorhandenen Informationen zu schaffen, um handlungsf\u00e4hig zu bleiben. Das ist auch der Grund warum wir dazu neigen \u00fcberall kausale Zusammenh\u00e4nge herzustellen und bereits aus einem Minimum an Informationen einen Kontext abzuleiten. System 1 beurteilt alle Ereignisse danach, ob sie in unser mentales Muster passen. Da wir unbewusst danach streben, ein m\u00f6glichst konsistentes Gesamtbild zu erhalten, akzeptieren wir oftmals auch wenig stichhaltige Argumente, solange diese in unser mentales Modell passen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wollen wir nun im Zuge des System Thinking das Gesamtsystem versuchen zu erfassen und das im Bewusstsein, dass wir niemals alle Informationen besitzen, m\u00fcssen wir aktiv das System 2 nutzen. System 2 ist f\u00fcr das bewusste Denken und unsere Selbstbeherrschung zust\u00e4ndig. Dieses Denksystem ist in der Lage zu zweifeln und Dinge zu \u00fcberdenken, indem wir bewusst nach neuen Informationen suchen oder die gegebenen Informationen neu strukturieren. Es ist das Kontrollsystem, welches die Aktivit\u00e4ten von System 1 \u00fcberwacht und dann aktiv wird, wenn System 1 an seine Grenzen st\u00f6\u00dft. Bei der L\u00f6sung komplexer Denkaufgaben greifen wir auf dieses System zu. Allerdings sch\u00f6pft dieses System auch deutlich st\u00e4rker unsere mentale Arbeitskraft aus, was dazu f\u00fchrt, dass wir schneller erm\u00fcden. System 2 kann sich auch nur auf eine Aufgabe konzentrieren es arbeitet Informationen sequentiell ab. Das hei\u00dft, wenn wir mental gerade sehr mit einer Aufgabe besch\u00e4ftigt sind, werden wir in allen anderen Bereichen leichtgl\u00e4ubig, da System 1 keine Zweifel kennt und System 2 besch\u00e4ftigt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>System 2 wird also nur in bestimmten Situationen und f\u00fcr eine bestimmte Zeit lang aktiv. Es akzeptiert auch eine gewisse Fehleranf\u00e4lligkeit von System 1. Der Grund ist, dass voreilige Schlussfolgerungen dann effizient sind, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffen, wenn die Kosten eines gelegentlichen Fehlers akzeptabel sind und wenn dadurch M\u00fche und Zeit gespart werden k\u00f6nnen. Dieses Vorgehen hat uns im Laufe unserer Evolution vor dem Aussterben bewahrt. Wir mussten oft innerhalb von Sekunden auf Basis der aktuell vorhandenen Informationen entscheiden, ob wir fliehen oder k\u00e4mpfen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das System Thinking hingegen erfordert, dass wir uns ganz bewusst mit allen M\u00f6glichkeiten auseinandersetzen und damit gezielt das System 2 nutzen ohne dass wir den Vereinfachungen von System 1 zu sehr vertrauen. Dies erfordert ein hohes Ma\u00df an Selbstbeherrschung und bewusstem Denken. Aber allein das Bewusstsein, \u00fcber die beiden Systeme und ihre Funktionsweise kann dabei hilfreich sein, das eigene mentale Modell h\u00e4ufiger infrage zu stellen, um Unstimmigkeiten aufzudecken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie l\u00f6sen wir eigentlich Probleme?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Nachdem wir uns jetzt mit den beiden Systemen besch\u00e4ftigt haben, ist die n\u00e4chste Frage: Wie l\u00f6sen wir eigentlich Probleme und was macht ein Problem f\u00fcr uns kompliziert? Und was ist f\u00fcr uns \u00fcberhaupt ein Problem?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Problem entsteht dann, wenn man in irgendeiner Form ein Ziel hat und dieses erreichen will, aber dabei auf ein oder mehrere Hindernisse st\u00f6\u00dft. Wenn wir f\u00fcr die \u00dcberwindung dieser Hindernisse keine Routine verf\u00fcgbar haben, haben wir ein Problem. Das probleml\u00f6sende Denken ist eine der F\u00e4higkeiten, welche uns gegen\u00fcber vielen anderen Spezies besonders auszeichnet. Probleml\u00f6sendes Denken erfolgt immer zu dem Zweck, ein oder mehrere Handlungsziele zu erreichen. Dabei bedarf es zielgerichteter Entscheidungen und weiterer Komponenten wie z.B. Problemidentifikation, strategisches Planen, Reflexion und Abstraktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wir als Informatiker werden oft mit dem Thema Probleml\u00f6sen konfrontiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kann ich den Wunsch meines Kunden am besten umsetzten? Wie setzte ich es \u00fcberhaupt um? Warum funktioniert das schon wieder nicht? Warum habe ich pl\u00f6tzlich mehr Fehlermeldungen als vorher?<\/p>\n\n\n\n<p>Egal welche der Fragen wir l\u00f6sen m\u00fcssen eins haben alle gemeinsam. Idealerweise sollten wir zuerst das zugrundeliegende Problem identifizieren, bevor wir es l\u00f6sen k\u00f6nnen. Klingt logisch, ist aber in der Praxis oft ein Problem f\u00fcr sich. Wir neigen gerade bei komplexen Problemen dazu lieber eine schnelle sofort verf\u00fcgbare L\u00f6sung zu probieren, als erst mal zu warten und das Problem in seinem gesamten Umfang zu erfassen. Vor allem wenn wir unter Druck stehen, nehmen wir \u00f6fter mal die erstbeste L\u00f6sung, ohne sie richtig zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Aber: <em>\u201eThere is no use of running, if you\u2019re on the wrong road.\u201d<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Oftmals liegt dem Offensichtlichen ein gr\u00f6\u00dferes komplexeres Problem zugrunde, welches tiefer im System verankert ist. Um eine L\u00f6sung zu finden, die das Problem wirklich langfristig und vollst\u00e4ndig l\u00f6st, ist es notwendig das gesamte System oder zumindest einen deutlich gr\u00f6\u00dferen Kontext im System zu betrachten. Wie umfangreich die Ver\u00e4nderungen dann sein m\u00fcssen, um das Problem zu beheben, kann dann wieder ganz unterschiedlich sein. In Bezug auf Software bedeutet das, dass die L\u00f6sung, die der Kunde sich w\u00fcnscht, nicht immer die ist, die er braucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Erfassung eines Problems bekommen wir es wieder mit einigen Fallstricken unseres Denkens zu tun. Denn wir \u00fcbersch\u00e4tzen systematisch unser eigenes Wissen und Fokussieren und eher auf das was wir wissen und ignorieren das wir etwas nicht wissen. Es ist leichter davon auszugehen, dass man alle relevanten Informationen zur L\u00f6sung eines Problems schon hat, als zu \u00fcberlegen was man nicht wei\u00df, was aber wichtig sein k\u00f6nnte. Haben wir dann eine These, welche f\u00fcr uns schl\u00fcssig ist, gebildet, tendieren wir dazu vor allem den Fakten Beachtung zu schenken, die diese These st\u00fctzen. Wir verbiegen ganz unbewusst die hinzukommenden Informationen so, dass sie m\u00f6glichst nicht mit unserer gefassten Meinung kollidieren. Also aufpassen, wenn eine L\u00f6sung zu leicht erscheint und alles wunderbar zu passen scheint. Lieber noch einmal bewusst kritisch auf die L\u00f6sung schauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber um ein Problem l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, sollten wir auch anschauen, unter welchen Umst\u00e4nden ein Problem f\u00fcr uns komplex erscheint.<\/p>\n\n\n\n<p>In unserem Alltag werden wir st\u00e4ndig mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert, manche davon sind leicht zu l\u00f6sen und manche schwer. Verbrennt uns beispielsweise das Abendessen und wir brauchen schnell eine Alternative, wenn wir nicht hungern wollen, ist das f\u00fcr die Meisten von uns kein allzu gro\u00dfes Problem. Die Frage wie wir die Klimaerw\u00e4rmung noch aufhalten k\u00f6nnen, ist hingegen ein deutlich komplexeres Problem.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber was macht die Komplexit\u00e4t eines Problems eigentlich aus? Was mach ein Problem zu einem schweren Problem? Dazu tragen mehrere Faktoren bei. Einige dieser Faktoren sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Intransparenz: Wenn wir nicht alle relevanten Informationen besitzen und damit zu viele Variablen oder vielleicht sogar ein ganzes System au\u00dferhalb unseres Horizontes liegen, ist es schwierig ein Problem zu l\u00f6sen. In der Realit\u00e4t ist es sogar meisten so, dass wir nicht alle Variablen eines Problems kennen.<\/li><li>Vielschichtigkeit: Wir verfolgen gleichzeitig zu viele Ziele und haben nicht gen\u00fcgend Ressourcen, um sie alle zu erreichen. Wenn wir an zu vielen Stellen gleichzeitig aktiv werden m\u00fcssen, wird es schwer mit den vorhandenen Ressourcen zum Ziel zu kommen.<\/li><li>Komplexit\u00e4t: Sind an einem Problem eine Vielzahl von Variablen beteiligt, welche alle miteinander in Abh\u00e4ngigkeit stehen, macht dies die L\u00f6sung des Problems um einiges schwieriger. Um das Problem l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir dann ein hochkomplexes Geflecht aus Variablen durchschauen, um die L\u00f6sung zu finden.<\/li><li>Konnektivit\u00e4t der Variablen: Nicht nur die Anzahl der Variablen macht ein Problem schwer. Vor allen die Abh\u00e4ngigkeiten zwischen den Variablen machen es schwer Vorhersagen zu den Konsequenzen von Handlungen zu treffen. Wenn die Ver\u00e4nderung einer Variablen viele andere in mehr oder weniger bekannter Weise beeinflusst, wird es sehr schwer die Resultate abzusch\u00e4tzen.<\/li><li>Dynamische Entwicklung: Ein weiterer Faktor ist Zeitdruck. Wenn es sich um ein Problem handelt, welches sich mit der Zeit weiterentwickelt oder sogar verschlimmert, erh\u00f6ht auch dies die Problemkomplexit\u00e4t.<\/li><li>Zeitliche Trennung: Es f\u00e4llt uns sehr schwer ein Problem nachzuvollziehen, wenn Ursache und Wirkung zeitlich voneinander getrennt sind. Wenn Einwirkungen auf Variablen des Problems erst zeitlich versetzt zu einem Effekt f\u00fchren, wird es sehr schwer abzusch\u00e4tzen, was genau welchen Effekt hatte oder haben wird.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend viele der kleinen Alltagsprobleme mit wenig Aufwand und oftmals ohne bewusstes Nachdenken gel\u00f6st werden k\u00f6nnen, erfordern komplexe Probleme unsere volle Aufmerksamkeit. Unser Gehirn versucht darum \u00f6fter schwere Fragen durch leichtere zu ersetzen, um unser System 2 nicht zu sehr zu belasten. Wenn wir beispielsweise gefragt werden, wie zufrieden wir mit unserem Leben sind, ersetzt unser Gehirn diese Frage gerne durch eine leichter zu beantwortende. Beispielsweise wie unsere Stimmung gerade ist. Das passiert unbewusst und ist in vielen F\u00e4llen ausreichend zielf\u00fchrend. Aber eben nicht immer.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zu der Zeit, in der sich unser Gehirn haupts\u00e4chlich entwickelt hat, haben wir es heute vermehrt mit komplexen Problemen zu tun, welche unsere volle Aufmerksamkeit ben\u00f6tigen. Wir m\u00fcssen zum Teil ein gro\u00dfes Geflecht zusammenh\u00e4ngender Variablen beachten, um ein Problem wirklich verstehen zu k\u00f6nnen. Um alles zu erfassen und entsprechende L\u00f6sungsma\u00dfnahmen antizipieren zu k\u00f6nnen, brauchen wir vor allem mehr Zeit. Wir k\u00f6nnen oft nicht innerhalb k\u00fcrzester Zeit alle relevanten Informationen herausfiltern und ihre Zusammenh\u00e4nge erfassen. Wir m\u00fcssen lernen stillzustehen und erst alle Informationen und M\u00f6glichkeiten zu betrachten, bevor wir aktiv werden. Was so einfach klingt, ist oft enorm schwer umzusetzen. Wir sind darauf programmiert schnell zu agieren. Wenn wir ein Problem vor uns haben wollen wir so schnell wie m\u00f6glich etwas dagegen tun. Auch wenn wir dabei riskieren etwas Falsches oder wenig Wirkungsvolles zu machen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201cGetting it right or getting it right now\u201d<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auch wenn wir in der Regel ziemlich gut darin sind Probleme zu l\u00f6sen, kommen wir in einer immer komplexer werdenden Welt auch \u00f6fter an unsere Grenzen und m\u00fcssen vermehrt mentale Stolpersteine umgehen. Um dem gegen\u00fcberstehen zu k\u00f6nnen, sollten wir uns bewusst werden, wie unser Gehirn arbeitet und uns auch die Zeit nehmen, uns von mental anstrengenden Aufgaben zu erholen. Dass sich auch mentale Anstrengung k\u00f6rperlich auswirken kann, zeigt sich beispielsweise darin, dass unser Blutzuckerspiegel sinkt, wenn wir \u00fcber ein schwieriges Problem nachdenken oder gro\u00dfe Selbstkontrolle aufbringen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Methodische Ans\u00e4tze<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>System Thinking in der Theorie klingt ja sch\u00f6n und gut, aber wie kann ich diese Denkweise nun praktisch anwenden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201cTo Enlarge first, To Shrink then.\u201d<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Ansatz ist das Big Picture zusehen. Dies erreichen wir am besten in dem wir zuerst auf den Kontext erweitern, bevor man dann wieder einschr\u00e4nkt. Das bedeutet wir nehmen zus\u00e4tzliche Faktoren, wie z.B. Zeit und das Umfeld in welchem sich unser System befindet mit auf und k\u00f6nnen dadurch m\u00f6gliche Einfl\u00fcsse auf unser System erkennen und diese mit einflie\u00dfen lassen und m\u00f6gliche St\u00f6rungen und Probleme schneller erkennen oder diese sogar komplett verhindern. Wenn wir also beispielsweise Dinge clustern wollen, macht es Sinn, erst den Kontext der einzelnen Elemente zu erweitern, um herauszufinden, wie sie wirklich sinnvoll geclustert werden k\u00f6nnen. Nach diesem Ansatz sollte immer zuerst vorgegangen werden, um die anderen Methoden richtig einsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer methodischer Ansatz sind hierbei die sogenannten Feedbackloops.<\/p>\n\n\n\n<p>Um Systeme richtig zu verstehen, m\u00fcssen wir uns im Klaren sein, dass beim System Thinking alles miteinander verbunden ist und wir davon ausgehen, dass diese Denkweise eine Organisation als lebendes System betrachtet. Die Teile eines Systems stehen in einem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang und formen sogenannte dynamische Feedbackloops. Es gibt nur zwei Arten von solchen Feedbackloops, positives (Reinforcing) Feedback und negatives (Balancing) Feedback. In einem Feedbackloop gibt es au\u00dferdem auch nur zwei Arten von Beziehungen in welcher die einzelnen Elemente zueinanderstehen k\u00f6nnen. Elemente k\u00f6nnen entweder in einer kausalen Beziehung \u201e+\/s\u201c (gleich) oder \u201e-\/o\u201c (gegenteilig) verbunden sein. Eine solche visuelle Repr\u00e4sentation, wie die Teile miteinander interagieren, hilft uns zu verstehen, wie zum Beispiel eine Intervention unser System beeinflussen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Reinforcing-Feedbackloop<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Reinforcing oder auch positiver Feedbackloop ist die Basis von allen Ver\u00e4nderungen und der Motor f\u00fcr Wachstum aber auch Abschwung. Als Beispiele f\u00fcr solche Feedbackloops w\u00e4ren hier zum einen der Schneeball-Effekt, Pygmalion-Effekt oder auch das Ph\u00e4nomen \u201eDie Reichen werden reicher, die Armen werden \u00e4rmer\u201c aufzuf\u00fchren. Hierbei kann der Trend entweder rauf oder runter gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Eigenschaft ist, welche auch schon im Namen dieser Feedbackschleife steckt, dass sie selbstverst\u00e4rkend ist. Sie verbindet Ver\u00e4nderungen in eine Richtung mit noch mehr Ver\u00e4nderungen, was zu exponentiellem Wachstum, aber auch zu einem Kollaps f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kann ich einen solchen Reinforcing-Feedbackloop erkennen?<\/p>\n\n\n\n<p>Eine schnelle Methode, um festzustellen, ob eine Schleife verst\u00e4rkend oder ausgleichend ist, besteht darin, die Anzahl der \u201e-\/o\u201c zu z\u00e4hlen. Ist die Anzahl von \u201e-\/o\u201c gerade (oder Null) ist die Schleife verst\u00e4rkend, bei einer ungeraden Anzahl ist sie ausgleichend. Obwohl dies eine effiziente Methode ist, sollten wir den Feedbackloop immer noch einmal genau \u00fcberpr\u00fcfen und checken, ob die Verbindungen richtig beschriftet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wann immer wir ein exponentielles Wachstum oder einen Niedergang erleben, steckt mindestens ein verst\u00e4rkender Prozess dahinter. Reinforcing-Feedbackloops neigen dazu, Systeme aufgrund ihres Schneeballeffekts zu destabilisieren und so werden kleine Ver\u00e4nderungen schnell zu gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen. Deswegen macht es Sinn diesen Prozess so fr\u00fch wie m\u00f6glich zu identifizieren, um die Ursache f\u00fcr das Wachstum oder auch dem Abschwung zu finden und gegebenenfalls rechtzeitig eingreifen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Balancing-Feedbackloop<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Balancing-Feedbackloops sind die Grundlage aller Stabilit\u00e4t in unserer Umwelt und die Natur ist voll von solchen Ausgleichsprozessen. So besteht zum Beispiel der menschliche K\u00f6rper aus tausenden von stabilisierten Prozessen, die daf\u00fcr sorgen, dass unser Bedarf an Nahrung durch Hunger und Wasser gedeckt wird oder unsere Temperatur konstant bleibt. Auch im Arbeitsumfeld finden sich solche Feedbackloops. Zum Beispiel die, die daf\u00fcr sorgen, dass Angebot und Nachfrage \u00fcbereinstimmen. In solch einem Prozess wird auf ein Ziel hingearbeitet, ob es nun sichtbar ist oder nicht. Dieses Ziel oder auch Normwert wird Set Point genannt. Beim Ausgang eines solchen Feedbackloops besteht immer eine L\u00fccke zwischen dem gew\u00fcnschten Niveau (Ziel oder Norm) und dem tats\u00e4chlichen Niveau. Das tats\u00e4chliche Niveau wird bei einer zu gro\u00dfen Diskrepanz zwischen beiden so lange durch korrekturma\u00dfnahmen angepasst, bis die L\u00fccke kleiner wird. Ein Balancing-Feedbackloop versucht also immer die Bedingungen ins Gleichgewicht zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bei einem Balancing-Feedbackloop eine gro\u00dfe Rolle spielt ist die Verz\u00f6gerung. Zwischen einer Aktion und dessen Ergebnis gibt es fast immer eine Verz\u00f6gerung. Wenn solche Schleifen in Verbindung mit Verz\u00f6gerungen stehen, k\u00f6nnen diese ein komplexes Verhalten hervorrufen. Dies liegt dran, dass es so viele verschiedene Quellen und Gr\u00f6\u00dfen von Verz\u00f6gerungen gibt. Wenn wir nun vermuten, dass es sich um einen Balancing-Feedbackloop mit Verz\u00f6gerung handelt, macht es Sinn die beteiligten Verz\u00f6gerungen zu identifizieren und zu beschreiben. Wenn uns das gelingt, k\u00f6nnen wir die Verz\u00f6gerungen gegebenenfalls verk\u00fcrzen oder zumindest besser damit umgehen und unser System damit zu einer gr\u00f6\u00dferen Stabilit\u00e4t verhelfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gute beim Systemdenken ist, dass es diesen Effekt der Zeit mit aufnimmt, da wir den Kontext erst erweitern bevor wir ihn dann schlie\u00dflich wieder verkleinern.<\/p>\n\n\n\n<p>In der folgenden Darstellung sehen wir noch jeweils ein Beispiel f\u00fcr einen Reinforcing- und einen Balancing-Feedbackloop.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Feedbackloop.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1014\" height=\"549\" data-attachment-id=\"21759\" data-permalink=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/09\/26\/the-way-of-system-thinking\/feedbackloop\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Feedbackloop.png\" data-orig-size=\"1014,549\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Feedbackloop\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Feedbackloop.png\" src=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Feedbackloop.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-21759\" srcset=\"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Feedbackloop.png 1014w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Feedbackloop-300x162.png 300w, https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Feedbackloop-768x416.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1014px) 100vw, 1014px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen uns dar\u00fcber im Klaren sein, dass die Systeme, mit denen wir im Alltag oder Beruf zu tun haben, selten ein einzelner kleiner Feedbackloop ist, sondern aus vielen zusammenh\u00e4ngenden Feedbackloops besteht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kausale Zusammenh\u00e4nge<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt stehen die Elemente unseres Systems in sogenannten Ursache-Wirkungs-Zusammenh\u00e4ngen. Die einzelnen Teile unseres Systems k\u00f6nnen unterschiedlich in Verbindung miteinander stehen. Wir unterscheiden im Folgenden zwischen drei verschiedenen Verbindungen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mediator Junction:<\/strong> A \u2192 B \u2192 C<\/p>\n\n\n\n<p>Hierbei handelt es um eine vermittelnde Verbindung. Wenn wir folgendes Beispiel betrachten, dann sehen wir, wenn \u201eRauch\u201c gefixt wurde, dann stehen \u201eFeuer\u201c und \u201eAlarm\u201c nicht l\u00e4nger in einer kausalen Verbindung zueinander. \u201eRauch\u201c nimmt hierbei die Rolle des Mediators (dt. Vermittler) ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Feuer \u2192 Rauch \u2192 Alarm<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fork Junction:<\/strong>\u00a0\u00a0 A \u2190 B \u2192 C<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Gabelverbindung hat eine Ursache mehrere Wirkungen. Die beidem Wirkungen haben eine gemeinsame Ursache und es besteht eine Scheinkorrelation zwischen A und C. So k\u00f6nnte man im folgenden Beispiel schlie\u00dfen, dass Kinder mit gr\u00f6\u00dferen Schuhen tendenziell besser lesen.&nbsp; Da zwischen der \u201eSchuhgr\u00f6\u00dfe\u201c und der \u201eLeserfertigkeit\u201c aber kein kausaler Zusammenhang besteht, ist die Schlussfolgerung wahrscheinlich falsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Schuhgr\u00f6\u00dfe \u2190 Alter der Kinder \u2192 Lesefertigkeit<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Collider Junction: <\/strong>A \u2192 B \u2190 C<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Kollisionsverbindung beeinflussen mehrere Ursachen ein Ergebnis. In dem folgenden Beispiel beeinflussen die Ursachen \u201eTalent\u201c und \u201eSch\u00f6nheit\u201c das Ergebnis \u201eProminente\u201c. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Talent \u2192 Prominente \u2190 Sch\u00f6nheit<\/p>\n\n\n\n<p>So ist f\u00fcr Prominente nur eines von Beiden relevant, um prominent zu sein. Wenn eine bekannte Pers\u00f6nlichkeit ein guter S\u00e4nger w\u00e4re, m\u00fcsse er weniger gut aussehen. Und umgekehrt m\u00fcsste ein S\u00e4nger mit weniger Talent besser aussehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben nun einige wichtige methodische Ans\u00e4tze kennen gelernt haben, um Systemdenken praktisch umzusetzen. Was wir aus den oben genannten methodischen Ans\u00e4tzen mitnehmen sollten ist, dass wir zuerst den Kontext vergr\u00f6\u00dfern, dann wieder verkleinern, die Zusammenh\u00e4nge verstehen und die Hintergr\u00fcnde pr\u00fcfen bevor wir handeln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was offen bleibt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wir haben jetzt ausf\u00fchrlich betrachtet was die Grundannahmen des System Thinking sind, welche Methoden es gibt und was die psychologischen Grundlagen sind, aber es bleiben dennoch einige Fragen f\u00fcr uns offen. Denn so wie wir es verstehen basiert das System Thinking vollst\u00e4ndig auf Prozessen von System 2 und es scheint eher so zu sein, dass versucht wird gegen System 1 zu k\u00e4mpfen. Das ist aber auf Dauer nicht nur extrem anstrengend, es ist auch wenig sinnvoll, wenn man so ausgereifte und leistungsstarke Prozesse einfach ignoriert. Es ist nat\u00fcrlich sinnvoll, die Schw\u00e4chen unseres Gehirns zu kennen, aber ebenso sinnvoll w\u00e4re es, wenn wir lernen, wie wir die St\u00e4rken besser nutzen. Zum Beispiel k\u00f6nnte es wirkliches Potential haben, wenn wir die F\u00e4higkeit unseres Gehirns Zusammenh\u00e4nge herzustellen und auf Basis von wenig Informationen ein mentales Modell zu schaffen nutzen w\u00fcrden. Mit der falschen Auswahl an Informationen wird unser mentales Modell fehlerhaft, aber wenn wir optimieren welche Informationen wir aufnehmen, dann w\u00fcrde auch das mentale Modell besser werden. Strategien wie wir die \u201erichtigen\u201c Informationen herausfiltern, sollten deswegen besser herausgearbeitet werden. Es w\u00e4re also interessant, wenn das System Thinking sich noch gezielter die St\u00e4rken unseres Gehirns zunutze macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei der Probleml\u00f6sung sollten wir keine Energie darauf verwenden, unseren angeborenen Drang schnell handeln zu wollen immer zu unterdr\u00fccken. Stattdessen w\u00e4re eine m\u00f6gliche Strategie dem Ganzen eine produktivere Richtung zu geben. Welche Handlungen, die man schnell machen kann, helfen dabei dem Verst\u00e4ndnis des eigentlichen Problems und damit einer langfristigen L\u00f6sung n\u00e4her zu kommen? Denn wenn wir unser Verlangen immer unterdr\u00fccken bei einem f\u00fcr uns schwerwiegenden Problem nach etwas zu suchen, dass wir sofort tun k\u00f6nnen, setzt uns das unter Stress und gerade unter Stress treffen wir oft unreflektierte Entscheidungen oder fallen sogar in ein unproduktives \u201eich gegen die\u201c Denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem bietet das System Thinking aber tolle Ans\u00e4tze, um unser allt\u00e4gliches Denken und Handeln ins Positive zu lenken. Es zeigt einige relativ einfache aber sinnvolle Methoden auf, wie wir komplexe Vorg\u00e4nge besser verstehen k\u00f6nnen und die Zusammenh\u00e4nge \u00fcberblicken k\u00f6nnen. Es gibt einigen bekannten Methoden wie dem Clustern eine neue Richtung. Aber es verlangt auch ein hohes Ma\u00df an Selbstreflexion und Selbstkontrolle und ist demnach nicht f\u00fcr jede Situation im Alltag anwendbar. Um die Art des Denkens wie es im System Thinking vermittelt wird, besser zu verbreiten, sollten wir uns fragen, ob es nicht etwas sein sollte, was bereits in unser Bildungssystem einflie\u00dfen sollte. Nicht nur Inhalte, sondern auch Konzepte und Strategien wie wir mit unserer komplexen Welt umgehen und zielf\u00fchrend Denken lehren.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade im Management ist das System Thinking ein sehr wichtiges Konzept. Instinktive Entscheidungen stehen gutem Management oft im Weg und es wird selten \u00fcber den Tellerrand des eigenen Teams oder der eigenen Abteilung hinausgeschaut. Aber genau das ist wichtig. Es ist notwendig \u00fcber die allt\u00e4glichen Probleme hinauszudenken und wenn n\u00f6tig in einem gro\u00dfen Kontext nach L\u00f6sungen zu suchen. Dazu ist ein interdisziplin\u00e4rer Ansatz oft der richtige. Egal wie gut jemand ist, er kann nie ein Experte f\u00fcr alles sein und nie alle Blickwinkel annehmen. Das fliegt h\u00e4ufig noch unter dem Radar, obwohl es in unserer heutigen Zeit ein m\u00e4chtiges Werkzeug sein kann, um gute Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Aspekt, \u00fcber den man sich bewusst sein sollte, wenn man versucht tiefer in das System Thinking einzusteigen und die Konzepte auch anzuwenden ist, dass es uns nicht leicht f\u00e4llt. Zum einen ist das System Thinking sehr umfangreich in seiner Theorie und zum anderen ist es sehr schwer die eigenen Denkmuster und Gewohnheiten abzulegen. Jede Ver\u00e4nderung, die zu einer neuen Sichtweise auf die Welt, unsere Arbeit und unsere Beziehungen und wie wir uns zu anderen verhalten f\u00fchrt, kann Widerstand hervorrufen. Es braucht Zeit, etwas Neues zu lernen und wenn wir mit dem Anspruch herangehen, von Anfang an alles wissen zu wollen und alles \u201erichtig\u201c zu machen, blockieren wir uns im Endeffekt nur selbst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aber ist System Thinking jetzt das Schl\u00fcsselkonzept des 21. Jahrhundert?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wir w\u00fcrden sagen ja und nein. System Thinking ist ein wichtiges Konzept und mehr Menschen sollten darauf zur\u00fcckgreifen, aber es ist nur ein Werkzeug unter vielen. Auch der analytische Ansatz hat beispielsweise seine Berechtigung und kann f\u00fcr manche Probleme die essenzielle Schl\u00fcsselrolle spielen. Es sollte also eher so sein, dass wir uns mit einer Reihe von Denkkonzepten und Strategien dem 21. Jahrhundert gegen\u00fcberstellen. W\u00fcrden wir uns zu sehr auf ein Konzept versteifen, w\u00fcrden wir uns ja wieder einschr\u00e4nken und uns weiteren Verbesserungen und Neuerungen verschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob wir wollen oder nicht, die Welt wird immer komplexer und es ist immer mehr voneinander abh\u00e4ngig. System Thinking sieht dabei die Individuen und Organisationen als Bestandteile, die auf einer multidisziplin\u00e4ren Ebene in einem gro\u00dfen System arbeiten und nicht als einzelne unabh\u00e4ngige Elemente. Die Akzeptanz, dass alles miteinander in Verbindung steht, hilft uns unsere Interessen, Ziele, Probleme und L\u00f6sungen klarer zu kommunizieren und in unserer Realit\u00e4t zu verorten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Making better decisions using systems thinking. 2017. New York, NY: Springer Berlin Heidelberg.<\/li><li>M\u00fcsseler, Jochen, und Martina Rieger, Hrsg. 2017. <em>Allgemeine Psychologie<\/em>. 3. Auflage. Lehrbuch. Berlin Heidelberg: Springer.<\/li><li>Myers, David G., und Siegfried Hoppe-Graff. 2014. <em>Psychologie<\/em>. 3., Vollst. \u00fcberarb. und erw. Aufl. Springer-Lehrbuch. Berlin: Springer.<\/li><li>Kahneman, Daniel, 1934- author. Thinking, Fast and Slow. New York :Farrar, Straus and Giroux, 2011.<\/li><li>Systemic thinking. 2014. New York, NY: Springer Berlin Heidelberg.<\/li><li>Arnold, Ross D., und Jon P. Wade. \u201eA Definition of Systems Thinking: A Systems Approach\u201c. <em>Procedia Computer Science<\/em> 44 (2015): 669\u201378. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.procs.2015.03.050\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.procs.2015.03.050<\/a>.<\/li><li>Han Kai. Introduction of System[s] Thinking &#8211; Seeing &#8220;forest&#8221; from &#8220;tree&#8221;. Pr\u00e4sentation.<\/li><li><a href=\"https:\/\/medium.com\/disruptive-design\/tools-for-systems-thinkers-the-6-fundamental-concepts-of-systems-thinking-379cdac3dc6a\">https:\/\/medium.com\/disruptive-design\/tools-for-systems-thinkers-the-6-fundamental-concepts-of-systems-thinking-379cdac3dc6a<\/a> (21.09.2021)<\/li><li><a href=\"https:\/\/thesystemsthinker.com\/anatomy-of-a-reinforcing-loop\/\">https:\/\/thesystemsthinker.com\/anatomy-of-a-reinforcing-loop\/<\/a> (23.09.2021)<\/li><li><a href=\"https:\/\/thesystemsthinker.com\/balancing-loop-basics\/\">https:\/\/thesystemsthinker.com\/balancing-loop-basics\/<\/a> (23.09.20219)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Artikel von Jessica Hofmann und Julia Grimm In unserem Leben, egal ob im Privaten oder Beruf, m\u00fcssen wir Entscheidungen treffen. Diese Entscheidungen haben so gut wie immer eine Konsequenz. Bei allt\u00e4glichen Entscheidungen ist uns das oft nicht bewusst. 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