{"id":2610,"date":"2017-08-24T12:47:09","date_gmt":"2017-08-24T10:47:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/?p=2610"},"modified":"2023-06-08T15:40:39","modified_gmt":"2023-06-08T13:40:39","slug":"predictive-policing-eine-kritisch-negative-vorhersage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2017\/08\/24\/predictive-policing-eine-kritisch-negative-vorhersage\/","title":{"rendered":"Predictive Policing \u2013 eine kritisch-negative Vorhersage"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Blogpost m\u00f6chte ich auf die Gefahren, die Predictive Policing verursachen k\u00f6nnte, eingehen wenn es als wissenschaftlich fundiert angesehen und bedenkenlos eingesetzt wird.<\/p>\n<p>Predictive Policing bedeutet &#8216;vorausschauende Polizeiarbeit&#8217; und ist nicht erst seit dem Zehn-Punkte-Plan von Martin Schulz und der SPD ein beliebtes Buzzword im Zusammenhang mit Wohnungseinbr\u00fcchen. Dabei wird versucht, bei Delikten Muster zu erkennen und anhand derer Vorhersagen f\u00fcr die Zukunft zu treffen. Daf\u00fcr werden unterschiedliche Daten erhoben und mittels Statistik und Sozialforschung Wahrscheinlichkeiten berechnet.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIn Deutschland wird Predictive Policing bisher vor allem zur Vorhersage von Wohnungseinbr\u00fcchen benutzt. Dabei werden kommerzielle Software oder Eigenentwicklungen der Polizei eingesetzt. Die zur Vorhersage eingespeisten und ber\u00fccksichtigten Daten variieren jeweils, weil es bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, welche Daten aussagekr\u00e4ftig sind. Dahinter liegen unterschiedliche Theorien, wieso eingebrochen wird, wie diese Taten zusammenh\u00e4ngen und wie sich der n\u00e4chste Einbruch vorhersagen l\u00e4sst.<\/p>\n<h2>Predictive Policing \u2013 mehr als nur Wohnungseinbruch<\/h2>\n<p>Doch Predictive Policing ist weit mehr als nur Wohnungseinbruch. Das Konzept, Daten zu sammeln, ein Muster darin erkennen zu wollen und damit dann Vorhersagen zu t\u00e4tigen, l\u00e4sst sich beliebig auf andere Delikte ausweiten. Vor allem, solange es keine stichhaltigen Beweise f\u00fcr die Richtigkeit der Vorhersagen und die Wirksamkeit geben muss. Dies ist auch ein Grund, weshalb Predictive Policing sehr kritisch gesehen wird.<\/p>\n<p>In den USA ist man hinsichtlich des Anwendungsgebiets schon einen deutlichen Schritt weiter. Dort werden nicht nur f\u00fcr Gebiete Wahrscheinlichkeiten berechnet, sondern auch f\u00fcr Personen.<\/p>\n<p>So werden in Chicago f\u00fcr die so genannte \u201eHeat List\u201c anhand unterschiedlichster Daten die 420 Personen ermittelt, bei denen die errechnete Wahrscheinlichkeit am h\u00f6chsten ist, dass sie an einem Gewaltverbrechen beteiligt sein werden. Diese werden dann von der Polizei kontaktiert und ihnen wird mitgeteilt, dass sie kein Gewaltverbrechen begehen sollen.<\/p>\n<p>Im kalifornischen Fresno wird bei einem Notruf das Haus und die darin lebenden Bewohner mit einem Predictive Policing-System bewertet. Die errechnete Gef\u00e4hrlichkeit f\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte wird mittels Ampelbewertung ausgegeben.<\/p>\n<h2>Deutsche W\u00fcnsche<\/h2>\n<p>H\u00e4ufig kommen Hypes aus den USA zu uns her\u00fcber geschwappt und werden ohne nachzudenken \u00fcbernommen. Ob auch Predictive Policing ein solcher Hype ist, wollen wir uns genauer anschauen. Dazu stellen wir uns zun\u00e4chst die folgenden Fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ist das Delikt Wohnungseinbruch und die von den Herstellern beschworenen Erfolgsquoten nur der T\u00fcr\u00f6ffner f\u00fcr eine Ausweitung der f\u00fcr die Hersteller lukrativen Systeme?<\/li>\n<li>Werden sie von der Politik ohne Wissen \u00fcber Funktionalit\u00e4t und Wirksamkeit als Aktionismus im Wahlkampf gefordert?<\/li>\n<li>Wie durchdacht sind die W\u00fcnsche Predictive Policing zu benutzen?<\/li>\n<li>Wie steht es um den Datenschutz?<\/li>\n<\/ul>\n<p>H\u00f6rt man sich Aussagen staatlicher Stellen an, l\u00e4sst sich schnell erkennen, dass Wohnungseinbr\u00fcche nur der Anfang sein sollen:<\/p>\n<ul>\n<li>Es besteht &#8220;die grunds\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit, den aktuellen Einsatzbereich (Bek\u00e4mpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls) <strong>auf weitere Delikte auszuweiten<\/strong>.&#8221; (LKA NRW; \u00e4hnlich auch bayerische Landesregierung und LKA Hessen)<\/li>\n<li>Im Jahr 2017 soll das Projekt auf weitere Kriminalit\u00e4t im \u00f6ffentlichen Raum <strong>ausgeweitet <\/strong>werden, n\u00e4mlich <strong>KFZ-Kriminalit\u00e4t<\/strong>, also Diebstahl von beziehungsweise aus KFZ, <strong>Raubdelikte <\/strong>und <strong>Gewerbeeinbr\u00fcche<\/strong>. (LKA NRW)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zum Teil wird bei der gew\u00fcnschten Ausweitung genannt, welche Delikte damit vorhergesagt werden sollen. Teilweise bleibt dies unkonkret und l\u00e4sst Platz f\u00fcr Spekulationen, wie durchdacht die W\u00fcnsche sind. Predictive Policing l\u00e4sst sich jedoch nur f\u00fcr Delikte mit vielen Fallzahlen und einem eindeutigen Muster anwenden. Dies liegt daran, dass die Theorien auf einem System in den Handlungen der T\u00e4ter aufbauen und eine Mindestanzahl an registrierten F\u00e4llen f\u00fcr die Mustererkennung ben\u00f6tigt wird. Deshalb lassen sich beim Wohnungseinbruch auch nur die professionellen T\u00e4ter mit einem erkennbaren Muster in Ballungsr\u00e4umen vorhersagen. Dies schr\u00e4nkt den Einsatz aus wissenschaftlicher Sicht auf bestimmte Delikte ein. Der Einsatz bei nicht geeigneten Delikten w\u00e4re also reine Geldmacherei, Symbolpolitik oder Dummheit. Ob dies eintritt wird sich zeigen.<\/p>\n<p>Getrieben von sich leider h\u00e4ufenden Anschl\u00e4gen k\u00f6nnten bald auch die W\u00fcnsche nach Personenbewertungen gr\u00f6\u00dfer werden. Ein bereits vorhandenes System (RADAR-iTE) zur Bewertung von Personen, welches eine Wahrscheinlichkeit berechnen soll, ob diese einen islamistischen Terroranschlag ver\u00fcben k\u00f6nnten, wird bereits probeweise vom Bund eingesetzt.<\/p>\n<p>Betrachtet man die aufkommenden W\u00fcnsche in Deutschland, so entsprechen sie h\u00e4ufig den bereits im Einsatz befindlichen US-amerikanischen Systemen. Dass die USA uns hier voraus sind, mag daran liegen, dass die USA die ersten Predictive Policing-Systeme gebaut haben, zum anderen aber auch daran, dass die deutschen Datenschutzgesetze strikter sind. In Deutschland d\u00fcrfen nicht alle vorhandenen Daten verwendet werden und nicht alle Daten gesammelt werden, die die Polizei gerne auswerten w\u00fcrde. Doch die W\u00fcnsche gehen in eine eindeutige Richtung:<\/p>\n<ul>\n<li>\u2026 <strong>mehr Daten<\/strong> in solche Systeme speisen. (LKA NRW)<\/li>\n<li>Alle <strong>Polizeidaten<\/strong> und Daten zur <strong>Infrastruktur<\/strong>, zum <strong>Einkommen<\/strong>, zum <strong>Wasserverbrauch<\/strong>, zur Auslastung von <strong>Kommunikationsnetzen<\/strong>, zum <strong>Stromverbrauch<\/strong>, zum <strong>Wetter<\/strong>, Daten zur Nutzung des <strong>\u00f6ffentlichen Nahverkehrs<\/strong> oder auch aus der <strong>Konsumforschung<\/strong>. (LKA NRW)<\/li>\n<li>Das Internet der Dinge werde <strong>solche Informationen in Zukunft<\/strong> massenhaft zur Verf\u00fcgung stellen. (LKA NRW)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist eine Frage des \u00f6ffentlichen Drucks, der Lobbyarbeit und der politischen Interessen, ob der Datenschutz dem Predictive Policing geopfert wird.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte jedoch fatal sein, den Datenschutz dem Predictive Policing unterzuordnen, weil dessen Erfolg bisher nicht bewiesen ist. Dies insbesondere, da das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ein durch das Grundgesetz gesch\u00fctztes Recht ist, Predictive Policing den Grunds\u00e4tzen des Datenschutzrechts widerspricht und auch weitere Grundrechtsbeeintr\u00e4chtigungen zu bef\u00fcrchten sind. Das scheint den Beh\u00f6rden und den Bef\u00fcrwortern jedoch egal zu sein. Widerspr\u00fcche wie der, dass \u201e(\u2026) keine neuen Daten erhoben, sondern nur bereits vorhandene genutzt(&#8230;)&#8221; (Dieter Sch\u00fcrmann, LKA NRW) werden sollen und gleichzeitig die Aussage: \u201eDas Internet der Dinge werde solche Informationen in Zukunft massenhaft zur Verf\u00fcgung stellen.\u201c (Dieter Sch\u00fcrmann, LKA NRW), scheinen nicht zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Das LKA Hessen sagt: \u201cWir suchen immer noch die Antwort auf die Frage: &#8216;Welche Parameter sind aussagekr\u00e4ftig?&#8217; Wir haben daher weitere Beh\u00f6rden hinzugenommen, um eine breitere Datenbasis zu erhalten.\u201d Das LKA Hessen wei\u00df also nicht, was sie bisher machen, wollen dies aber mit deutlich mehr Daten machen und hoffen auf sich zuf\u00e4llig ergebende Korrelationen. Ob dies wissenschaftlich ist oder eher ein Raten, bis ein passendes Ergebnis gefunden wird, darf jeder f\u00fcr sich entscheiden.<\/p>\n<p>Trotzdem will das LKA Hessen das Predictive Policing auf weitere Delikte ausweiten.<\/p>\n<h2>W\u00fcnschenswerte Grenzen f\u00fcr Predictive Policing<\/h2>\n<p>Predictive Policing steht bisher noch auf einer sehr unsicheren wissenschaftlichen Basis. Diese Aussage basiert haupts\u00e4chlich auf den folgenden vier Gr\u00fcnden. Erstens lassen sich Ergebnisse\/Erfolge des Predictive Policing schlecht nachwei\u00dfen, weil es sehr viele Faktoren gibt, die in das Ergebnis mit reinspielen. Ein sauberer wissenschaftlicher Beweis l\u00e4sst sich schlicht nicht erbringen. Dies kann auch nicht durch die Anwendung auf vergangene F\u00e4lle geschehen, weil durch den Einsatz der Software sich das Geschehen nach dem ersten Fall bereits ge\u00e4ndert h\u00e4tte und somit eine Anpassung h\u00e4tte geschehen m\u00fcssen, die wiederum nicht auf ihren Erfolg hin \u00fcberpr\u00fcft werden kann. Zweitens ist die angewandte Methodik unsauber: Es werden falsche Kausalschl\u00fcsse gezogen. Ein R\u00fcckgang der Kriminalit\u00e4t in einem Gebiet, in dem Predictive Policing eingesetzt wird, kann nicht automatisch dessen Einsatz gutgeschrieben werden. Wie im vorherigen Punkt geschrieben gibt es zu viele \u00e4u\u00dferliche beeinflussende Faktoren. Drittens werden\/sollen erlangte Erkenntnisse sachfremd angewandt werden, auf Felder die weder vergleichbar sind, noch entsprechende Fallzahlen aufweisen. Dies liegt h\u00e4ufig an F\u00fchrungspersonen, die \u00fcber den Einsatz von Predictive Policing entscheiden und von schnellen Erfolgen getrieben sind, jedoch die zugrundeliegenden Theorien nicht verstehen. In solchen F\u00e4llen bricht die gesamte wissenschaftliche Basis weg. Viertens liegt die fehlende einwandfreie Wissenschaftlichkeit h\u00e4ufig auch daran, dass diese Studien von den Verk\u00e4ufern der Software erstellt werden, die ein Eigeninteresse an dessen Wirksamkeit haben. Kritische Aspekte werden entsprechend nicht ber\u00fccksichtig, weil sie die Wirksamkeitsversprechen der Hersteller in Frage stellen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Deshalb k\u00f6nnen kaum verl\u00e4ssliche Aussagen getroffen werden. Folglich ist es wichtig, sich sowohl mit dem m\u00f6glichen Nutzen als auch den zu erwartenden Folgen auseinander zu setzen.<\/p>\n<p>Der erwartete Nutzen von Predictive Policing ist es, Straftaten vorher zu sagen. Der Wunsch, das zu k\u00f6nnen ist kaum verwunderlich, ruft man sich nur die Anschl\u00e4ge in den letzten Monaten ins Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n<p>Viele Fragen stellen sich erst, wenn man die Anwendung von Predictive Policing an konkreten Beispielen oder in bestimmten Situationen durchspielt. Wie geht man mit der Warnung vor einem potentiellen T\u00e4ter um? Au\u00dferdem k\u00f6nnte man weg vom T\u00e4ter, hin zum Opfer gehen, also Prognosen erstellen, wer Opfer wird. Was f\u00fcr Folgen k\u00f6nnte das f\u00fcr die betroffenen Menschen haben?<\/p>\n<p>Predictive Policing sieht sich auch tats\u00e4chlichen Problemen gegen\u00fcbergestellt. Zum einen ben\u00f6tigt es definierte Muster, um ein Profil zu erstellen, zum anderen nat\u00fcrlich Daten \u00fcber alle potentiellen T\u00e4ter \u2013 und damit \u00fcber jeden B\u00fcrger. Predictive Policing k\u00f6nnte ferner auch Einfluss auf Polizei und Justiz nehmen und so grundlegende Entscheidungen unseres Rechtsstaates an einen Algorithmus outsourcen.<\/p>\n<p>Auf die Probleme m\u00f6chte ich nun weiter eingehen und diese anhand der folgenden Beispiele darstellen.<\/p>\n<ol>\n<li>\n<h3>T\u00e4tervorhersagen<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mittels Predictive Policing k\u00f6nnen, wie es in den USA bereits gemacht wird, auch personenbezogene Vorhersagen gemacht werden. Man kann dies auf unterschiedliche Delikte beziehen. Bei allem ist gleich, dass man viele personenbezogene Daten ben\u00f6tigt, um gezielt Personen identifizieren zu k\u00f6nnen. Bisher vorhandene Polizeiakten und Urteile k\u00f6nnten genommen werden. Jedoch werden auch aktuelle Daten ben\u00f6tigt, bei denen in den USA gerne auf Eintr\u00e4ge in sozialen Netzwerken zur\u00fcckgegriffen wird. Wenn kein dringender Tatverdacht besteht, ist dies bisher jedoch schlecht \/ eher nicht mit dem deutschen Datenschutz vereinbar. So k\u00f6nnte nur eine \u00dcberpr\u00fcfung der bisherigen Erkenntnisse bei dringendem Tatverdacht durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die meiner Meinung nach wichtigste Frage stellt sich jedoch in der Reaktion auf die Vorhersagen. Wie will man damit umgehen? In Deutschland gilt die Unschuldsvermutung, das hei\u00dft, bis zu einer rechtskr\u00e4ftigen Verurteilung ist anzunehmen, dass der Beschuldigte unschuldig ist. Jegliche Ma\u00dfnahmen gegen Straft\u00e4ter beruhen auf einer Verurteilung f\u00fcr eine Tat, derer der Angeklagte f\u00fcr schuldig befunden wurde. Ma\u00dfnahmen gegen eine Person, die noch keine Straftat begangen hat, sind nur unter \u00e4u\u00dferst strengen Voraussetzungen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Um tats\u00e4chlich Straftaten zu verhindern, m\u00fcsste man den potenziellen Straft\u00e4ter entweder st\u00e4ndig \u00fcberwachen oder direkt einsperren.<\/p>\n<p>Diese Beispiele lassen sich beliebig um weitere Ma\u00dfnahmen erweitern. Doch ger\u00e4t dann das wichtigste in den Hintergrund: Die in Deutschland geltende Unschuldsvermutung. Durch alle Ma\u00dfnahmen w\u00fcrde die betroffene Person eingeschr\u00e4nkt und in ihren Grundrechten verletzt, ohne eine Straftat begangen zu haben. Dabei werden unweigerlich Gedanken an den Film \u201eMinority Report\u201c wach. Wobei schon das reine \u00dcberwachen oder Kontaktieren der Person zu Einschr\u00e4nkungen f\u00fchren kann, weil diese unweigerlich ihre \u00dcberwachung mitbekommen wird. In Deutschland wird die Unschuldsvermutung bereits in Ausnahmef\u00e4llen durch die Sicherungsverwahrung au\u00dfer Kraft gesetzt, weil sie von einer Straftat einer Person ausgeht, die sie nach ihrer Strafe begehen k\u00f6nnte. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Ma\u00dfnahme, die von einem Gericht bei der Verurteilung wegen einer bereits begangenen Straftat aufgrund eines individuellen Gutachtens festgesetzt wird. Hingegen w\u00fcrde Predictive Policing mit personenbezogenen Vorhersagen dies auf ein vollkommen neues automatisiertes Level heben.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>\n<h3>Opfervorhersagen<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Genauso wie man vorhersagen kann, wer ein T\u00e4ter wird, kann man es umdrehen und nach einem Opfer suchen. Bei den vorhandenen Fallakten k\u00f6nnte man sich auf die Opfermerkmale konzentrieren und versuchen, Muster aus diesen herauszulesen. Die daf\u00fcr ben\u00f6tigten Daten w\u00fcrden denen beim Suchen eines T\u00e4ters sehr \u00e4hneln. Jedoch w\u00fcrde sich die Reaktion auf die Vorhersagen \u00e4ndern. Denkbare Reaktionen w\u00e4ren, Kontaktierung und Information \u00fcber Gefahr, Polizeischutz oder sogar Schutzhaft.<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen scheinen zwar hilfreich, wenn eine reale Gefahr besteht, jedoch ist dies aufw\u00e4ndig und teuer. In den meisten F\u00e4llen w\u00fcrde es sich deshalb wahrscheinlich auf eine Informierung beschr\u00e4nken. Allerdings k\u00f6nnen derartige Ma\u00dfnahmen bei Personen auch psychische \u00c4ngste und Probleme ausl\u00f6sen, die sie in ihrer Lebensf\u00fchrung erheblich beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>\n<h3>Fokussierung auf ein Schema<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Predictive Policing ben\u00f6tigt Muster aus alten F\u00e4llen, um neue Straftaten vorherzusagen. Diese Vorhersagen k\u00f6nnen nat\u00fcrlich nur sehr \u00e4hnliche Straftaten vorhersagen. Eventuelle \u00c4nderungen beim Vorgehen der Straft\u00e4ter w\u00fcrde das System nicht bemerken und erst nach einer gewissen \u201eUmgew\u00f6hnungszeit\u201c, in der die neuen F\u00e4lle analysiert werden, wieder passende Vorhersagen machen.<\/p>\n<p>Durch dieses starre Konstrukt lassen sich die Systeme leicht \u00fcberlisten. Eine m\u00f6gliche Anpassung durch allgemeinere Muster, um dieses \u201eOverfitting\u201c zu vermeiden, w\u00fcrde die False-Positive-Rate deutlich erh\u00f6hen, Ressourcen der Polizei verschwenden und Unschuldige durch m\u00f6gliche Reaktionen der Polizei belasten oder sogar gef\u00e4hrden. Des Weiteren k\u00f6nnten Schadensersatzforderungen die Folge sein.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>\n<h3>DNA als Datenquelle?<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein weiterer sehr interessanter Punkt ist die Wahl der Datenquellen. Es hei\u00dft, bisher werden keine personenbezogenen Daten verarbeitet, doch ist die Frage, ob es dabei auch bleibt?<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte bereits viele Ideen f\u00fcr neue Datenquellen geben, wozu auch das Internet der Dinge z\u00e4hlen wird, als wahrscheinlich bald \u00fcberall verbautem Informationslieferanten.<\/p>\n<p>Doch gibt es Daten, die einem noch mehr Sorgen machen sollten. Wie sieht es mit der Religion als m\u00f6glichem Indikator f\u00fcr Gewaltbereitschaft aus &#8211; oder der Herkunft?<\/p>\n<p>Oder noch interessanter: Die menschliche DNA. Es gibt bereits Studien, die die menschliche DNA mit Gewaltbereitschaft in Verbindung bringen, durch das so genannte &#8216;Gewalt-Gen&#8217;. Eine Typisierung und Eintragung in eine Datenbank gleich bei Geburt, die Menschen mit einem Hang zu Gewalt beinhaltet, w\u00e4re f\u00fcr Predictive Policing eine Goldgrube. Ob sich diese Goldgr\u00e4berstimmung durch Zweifel an der Richtigkeit tr\u00fcben lie\u00dfen?<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>\n<h3>Sexualdelikt Kachelmann<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir erinnern uns zur\u00fcck an die Jahre 2010 und 2011, in denen der Prozess gegen den Wetter-Moderator J\u00f6rg Kachelmann gef\u00fchrt wurde. In diesem wurde ihm die Vergewaltigung und gef\u00e4hrliche K\u00f6rperverletzung einer Frau vorgeworfen. Der Prozess endete mit einem Freispruch f\u00fcr den Wetter-Moderator. Ein sp\u00e4teres Verfahren urteilte, dass die Frau die Vorw\u00fcrfe vors\u00e4tzlich wahrheitswidrig erhoben hatte.<\/p>\n<p>Stellen wir uns nun vor, ein solches Verfahren w\u00fcrde erneut und unter Zuhilfenahme eines Predictive Policing Systems geschehen, das dem Angeklagten, aus welchen Daten auch immer heraus, eine erh\u00f6hte Bereitschaft zu Sexualdelikten vorhersagt. Wie w\u00e4re der Prozess dann ausgegangen? H\u00e4tten die Polizei, die ermittelnde Staatsanwaltschaft und der Richter ihre Objektivit\u00e4t gewahrt oder sich vom System leiten lassen? W\u00e4ren die Ermittlungen durch das System in die Richtung gedr\u00e4ngt worden, dass der Angeklagte der T\u00e4ter ist? W\u00e4re man, wie es bei der DNA-Analyse heutzutage der Fall ist, von der Unfehlbarkeit des Systems ausgegangen?<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>\n<h3>Blackbox<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vor allem die Systeme, die aus der Wirtschaft kommen, sind Blackboxes, bei denen nicht nachvollzogen werden kann, wie die Vorhersagen zustande kommen. Dies ist nicht nur bei normalen False-Positives ein Problem, sondern auch bei einer gezielten Manipulation des Systems. Wie soll nachgewiesen werden, dass das System manipuliert wurde? Wie k\u00f6nnen sich Opfer wehren?<\/p>\n<p>Diese Blackboxes bieten die M\u00f6glichkeit, Konkurrenten zu besch\u00e4ftigen oder sogar auszuschalten. Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re, beim Einsatz von Steuerhinterziehungsdelikten eine konkurrierende Firma mit dauerhaften \u00dcberpr\u00fcfungen zu drangsalieren. Ein Politiker k\u00f6nnte auch Konkurrenz in der eigenen Partei oder aus anderen Parteien diskreditieren. Dies h\u00e4ngt nat\u00fcrlich von der Zug\u00e4nglichkeit der Systeme ab. Bei den heutigen Sicherheitsl\u00f6chern in der IT w\u00e4re eine Manipulation jedoch sehr gut vorstellbar.<\/p>\n<p>Das Problem der Blackboxes w\u00fcrde sich nur l\u00f6sen lassen, wenn die Wirtschaft zur Offenlegung des Quellcodes gezwungen wird oder diese Systeme nur vom Staat entwickelt werden d\u00fcrften, wobei dieser dann f\u00fcr die Einsichtnahme zust\u00e4ndig w\u00e4re.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>\n<h3>Blinder Gehorsam der Polizei<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt 2016 in Berlin wurde aufgedeckt, dass die \u00dcberwachung des T\u00e4ters Anis Amri abgebrochen wurde, weil er als nicht gef\u00e4hrlich genug eingestuft wurde. Danach hat man die Daten Anis Amris in RADAR-iTE eingegeben. Das System hat ihn als sehr gef\u00e4hrlich eingestuft. Es mag als Beweis angesehen werden, dass das System funktioniert und sogar besser ist als der Mensch, doch stellt sich die Frage, ob das System nicht pauschal alle Menschen etwas gef\u00e4hrlicher einstuft, als sie tats\u00e4chlich sind, um Terroristen nicht zu \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>In meinen Augen sind diese Nachher-Vergleiche sehr kritisch zu sehen. Mit dem Wissen, was passiert ist, ist man immer schlauer und kann sich Fakten zurechtbiegen, bis sie passen. So ist es m\u00f6glich, dass Daten mit dem Wissen \u00fcber Amris Gef\u00e4hrlichkeit anders eingegeben werden, so dass er auf jeden Fall als gef\u00e4hrlich gekennzeichnet wird.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem kann es sehr demoralisierend und einsch\u00fcchternd f\u00fcr die Polizei sein, die immer f\u00fcrchten muss, kritisiert zu werden, wenn sie eigene, vom System abweichende, Meinungen vertritt. Dies kann zum blinden Gehorsam der Beamten f\u00fchren, um nicht f\u00fcr eventuelle Fehler haftbar gemacht zu werden. Eine fatale Folge w\u00e4re, wenn sich Beamte auch bei offensichtlich falschen Vorhersagen daranhalten w\u00fcrden, weil dann im Fehlerfall das System Schuld w\u00e4re und nicht sie. Ein kritisches Denken der Beamten kann durch die Furcht der Nachverurteilung eliminiert werden.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Aufgrund der aufgezeigten Probleme sollte Predictive Policing, trotz seines m\u00f6glichen Nutzens, nur in engen Grenzen verwendet werden.<\/p>\n<p>Bei der T\u00e4tervorhersage sind denkbare Grenzen die Beschr\u00e4nkung auf Schwerstkriminalit\u00e4t laut StGB (Strafgesetzbuch) und die in der StPO (Strafprozessordnung) aufgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen als Reaktionen. Dabei ist jedoch die Schwierigkeit zu beachten, dass gen\u00fcgend F\u00e4lle aufgenommen werden m\u00fcssen, um eine ausreichende Datenbasis zu bekommen.<\/p>\n<p>Bei der Opfervorhersage muss der drohende Nachteil, durch die Ausf\u00fchrung einer Straftat, mit den potenziellen Nachteilen der Opfervorhersage abgewogen werden. Nur bei erheblichen Nachteilen durch eine Straftat, d\u00fcrfte diese vorhergesagt und Ma\u00dfnahmen ergriffen werden.<\/p>\n<p>Nur bei einer ausreichenden Datenbasis darf Predictive Policing genutzt werden, um Unschuldige nicht durch False-Positives zu bel\u00e4stigen. Au\u00dferdem muss das System st\u00e4ndig kontrolliert und angepasst werden, um keine Straftaten zu \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>Jegliche Daten, die einen Menschen wegen seines Menschseins als Straft\u00e4ter qualifizieren, sind unzul\u00e4ssig. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel: Herkunft, Religion, DNA und sexuelle Orientierung.<\/p>\n<p>Der Einsatzzweck von Predictive Policing muss der Opferschutz sein und nicht die Verurteilung eines T\u00e4ters. Dementsprechend, um die Unabh\u00e4ngigkeit der Justiz zu sch\u00fctzen, sollten Erkenntnisse durch Vorhersagen nicht in Strafprozessen verwendet werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Jegliche Predictive Policing Systeme m\u00fcssen quelloffen und deren Algorithmen verst\u00e4ndlich sein, um Vorhersagen und damit einhergehende Beschuldigungen nachvollziehbar zu machen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Polizei darf Predictive Policing nicht zur handlungsanweisungsgebenden Instanz werden, sondern h\u00f6chstens ein Indiz neben vielen anderen sein. Es darf nicht zur L\u00f6sung werden, sondern muss ein Werkzeug bleiben.<\/p>\n<h2>Schlussappell<\/h2>\n<p>Der Wunsch, Verbrechen zu verhindern bevor sie begangen werden, ist nat\u00fcrlich nachvollziehbar, jedoch birgt Predictive Policing als Mittel dazu viele Probleme, die Polizei, Justiz, Opfer, als auch vermeintliche T\u00e4ter betreffen.<\/p>\n<p>In Bereichen des gewerblichen Wohnungseinbruchsdiebstahls k\u00f6nnte es eine Hilfe sein. Dabei darf man nicht aus dem Auge verlieren, dass es erhebliche Unsicherheiten birgt.<\/p>\n<p>Deshalb muss Predictive Policing wissenschaftlich bewiesen sein, sobald Menschen in ihren Grundrechten eingeschr\u00e4nkt werden sollen.<\/p>\n<p>Welche Motivation k\u00f6nnte hinter einer Einf\u00fchrung stehen? Wer w\u00fcrde dies mit den aufgezeigten Nachteilen machen wollen?<\/p>\n<p>Man muss sich nur die Anschl\u00e4ge in den letzten Monaten ins Ged\u00e4chtnis rufen. W\u00e4ren diese Taten in Deutschland geschehen, w\u00fcrden die ersten Leute diese Ideen ins Spiel bringen.<\/p>\n<p>Genauso bei sensiblen Themen wie Kindesmissbrauch, die von gro\u00dfen Teilen der Bev\u00f6lkerung zurecht verabscheut werden, k\u00f6nnte der Gedanke eines verhinderten Verbrechens die Bestrafung eines Unschuldigen \u00fcberwiegen.<\/p>\n<p>Dazu kommt nat\u00fcrlich noch der Profit, der durch diese Systeme erwirtschaftet werden kann.<\/p>\n<p>Um die Gef\u00e4hrlichkeit des Predictive Policings zu unterstreichen, wenn die falschen Leute mit den falschen Interessen \u00fcber die Einf\u00fchrung entscheiden, will ich mit einem Zitat des Precobs-Gr\u00fcnders Dr. Thomas Schweer abschlie\u00dfen:<\/p>\n<p>&#8220;Eine Prognose ist nicht falsch, wenn die Menschen festgenommen werden, bevor sie eine m\u00f6gliche Tat begehen.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Blogpost m\u00f6chte ich auf die Gefahren, die Predictive Policing verursachen k\u00f6nnte, eingehen wenn es als wissenschaftlich fundiert angesehen und bedenkenlos eingesetzt wird. Predictive Policing bedeutet &#8216;vorausschauende Polizeiarbeit&#8217; und ist nicht erst seit dem Zehn-Punkte-Plan von Martin Schulz und der SPD ein beliebtes Buzzword im Zusammenhang mit Wohnungseinbr\u00fcchen. Dabei wird versucht, bei Delikten Muster [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":196,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[26,651],"tags":[117],"ppma_author":[728],"class_list":["post-2610","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-secure-systems","category-system-designs","tag-predictive-policing"],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":12835,"url":"https:\/\/blog.mi.hdm-stuttgart.de\/index.php\/2021\/03\/07\/sensor-fusion\/","url_meta":{"origin":2610,"position":0},"title":"Sensor Fusion","author":"Konstantin Rosenberg","date":"7. March 2021","format":false,"excerpt":"Geschrieben von Konstantin Rosenberg Einleitung Stell dir vor du f\u00e4hrst in deinem autonom Fahrenden Auto die Stra\u00dfe entlang. 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